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Medien: GM und Chrysler wollen Werke schließen
09.02.2009, 08:06 Uhr | sky
US-Autobauer in der Krise (Foto: dpa)Die angeschlagenen US-Autobauer General Motors und Chrysler planen zur Sicherung ihrer staatlichen Milliardenhilfen laut US-Medien neue Werksschließungen und den Abbau von weiteren tausenden Stellen. Die massiven Einschnitte seien Teil der Sanierungspläne, die beide Hersteller in gut einer Woche der US- Regierung vorlegen müssen. Offensichtlich betreffen die Einschnitte nicht Opel in Deutschland.
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5000 Entlassungen alleine bei GM
Die Opel-Mutter General Motors (GM) wolle sich womöglich von bis zu 5000 Angestellten trennen, berichtete die US-Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Wochenende unter Berufung auf Insider. Schon 2008 hatte GM etwa so viele Angestellten-Jobs gestrichen - über den stärkeren Abbau bei den Schichtarbeitern an den Fließbändern hinaus. Der US-Branchenführer GM und Chrysler planten zudem das Aus für weitere Fertigungsstätten, berichtete das "Wall Street Journal", ohne genaue Zahlen zu nennen. Die Sprecher der Konzerne wollte sich zu den Berichten nicht äußern.
Tragfähiges Konzept bis Mitte Februar
Nach den bisherigen Schließungen hat
General Motors in Nordamerika noch 22 Montagewerke, bei Chrysler seien es zwölf. Die beiden Hersteller können derzeit nur mit staatlichen Notkrediten überleben. Zugesagt und zum Teil ausgezahlt sind bislang insgesamt 17,4 Milliarden Dollar. Beide Konzerne rechnen mit weiterem Bedarf. Bis 17. Februar müssen sie der Regierung dazu einen Plan für ihre Überlebensfähigkeit präsentieren und diese bis Ende März auch konkret belegen. Die Regierung fordert unter anderem niedrigere Löhne auf dem Niveau ausländischer Hersteller und einen Abbau der Schulden. Amerikas Nummer zwei
Ford will bislang ohne Staatshilfen auskommen.
Verhandlungen mit Gewerkschaft und Gläubigern
Für General Motors sind vor allem die üppigen Konditionen der gewerkschaftlich organisierten Arbeiter problematisch. Deshalb greift GM tief in die Tasche, um diese loszuwerden: Laut Bloomberg bietet GM den meisten seiner 62.000 in der Gewerkschaft UAW organisierten Arbeiter hohe Anreize an, wenn sie den Konzern verlassen. Dazu zählen eine Einmalzahlung von 20.000 Dollar sowie ein Gutschein über 25.000 Dollar zum Kauf eines neuen Autos. Zur Senkung der Finanzkosten verhandelt GM derzeit außerdem mit seinen Gläubigern: Der Konzern will Schulden in Höhe von 27,5 Milliarden Dollar auf 9,2 Milliarden Dollar reduzieren. Die Gläubiger sollen im Gegenzug Aktien erhalten.
Herber Absatz-Einbruch
Chrysler kündigte unterdessen für vier Fabriken ab diesem Montag einen neuen einwöchigen Produktionsstopp an. Wegen der Absatzkrise hatten alle US-Hersteller bereits in den vergangenen Monaten die Fertigung zeitweise ausgesetzt. Die US-Autoverkäufe waren zuletzt immer stärker eingebrochen. GM setzte im Januar 49 Prozent weniger Wagen ab, Ford 40 Prozent und Chrysler sogar fast 57 Prozent. Analysten erwarten für den gesamten US-Markt in diesem Jahr nun nur noch elf Millionen verkaufte Autos nach einem bereits heftigen Absturz auf 13,2 Millionen Stück in 2008.
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