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Autokrise in USA: Kein Ende der Talfahrt am Automarkt in Sicht

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Kein Ende der Talfahrt im US-Automarkt

04.03.2009, 10:53 Uhr | sky

US-Autobauer in der Krise (Foto: Reuters) US-Autobauer in der Krise (Foto: Reuters) Der US-Automarkt schrumpft weiter drastisch - der Februar brachte den meisten Herstellern wieder herbe Einbrüche: Minus 53 Prozent für die Opel-Mutter General Motors (GM), minus 48 Prozent für Ford Motor, minus 37,5 Prozent für den jahrelang erfolgsverwöhnten japanischen Rivalen Toyota. Bei deutschen Herstellern konnten kleinere Wagen die Talfahrt etwas abbremsen, wie aus den Mitteilungen der Hersteller hervorgeht. So verbuchte der smart bei Daimler sogar ein Absatzplus, während die Verkäufe der Kernmarke Mercedes-Benz um fast ein Viertel abstürzten.

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Absatz von General Motors halbiert

Bei General Motors halbierte sich der Absatz im Jahresvergleich: In diesem Februar verkaufte GM nur noch 126.170 Fahrzeuge. Im gleichen Monat vor nur zwei Jahren hatte der Konzern noch knapp 312.000 Wagen abgesetzt. Die Entwicklung zeigt den beispiellosen Niedergang der US-Autoindustrie.

Herber Einbruch für Ford und Chrysler

Bei Chrysler betrug der Rückgang 44 Prozent. Ford kam auf einen Absatz von nur noch 96.044 Autos, damit beläuft sich das Minus auf 48 Prozent. Der zweitgrößte US-Autobauer Ford drosselt als Reaktion die Produktion im zweiten Quartal auf 425.000 Fahrzeuge von 685.000 vor einem Jahr.


Der Pleitegeier kreist

GM und der kleinere Konkurrent Chrysler hängen inzwischen am Tropf der US-Regierung - und verlangen dennoch neue Milliardenhilfen: GM und Chrysler haben von der US-Regierung bereits Darlehen in Höhe von 17,4 Milliarden Dollar (13,8 Milliarden Euro) erhalten. Die Regierung von Präsident Barack Obama macht ihre Hilfen für GM und Chrysler von einem tragfähigen Sanierungskonzept der Konzerne abhängig. Eine Frist dazu läuft am 31. März ab. Sollte die Regierung das Konzept ablehnen, müssten die Konzerne die bereits gewährten Finanzmittel wieder zurückgeben. Dies könnte ihren Bankrott bedeuten.

Selbst Toyota unter Druck

Bei Toyota brachen die Verkäufe der Geländewagen um rund 45 Prozent auf gut 37.600 Fahrzeuge ein. Insgesamt kam der Konzern mit den Marken Toyota, Scion und Lexus auf 109.583 Wagen.

Auch Daimler und BMW im Minus

Die deutschen Autobauer schlugen sich insgesamt etwas besser: Der Daimler-Konzern verbuchte einen Absatzrückgang von 20,6 Prozent auf 15.614 Fahrzeuge - allerdings legten die Verkäufe des vor einem Jahr gerade erst gestarteten smart um 28,5 Prozent auf 1415 Kleinwagen zu. Bei BMW federte der MINI den Abschwung etwas ab. Im Konzern betrug der Rückgang 34,7 Prozent auf 15.805 Fahrzeuge. Das Minus bei dem MINI fiel mit 17,2 Prozent auf gut 2800 verkaufte Autos deutlich moderater als bei der Kernmarke aus.

VW ebenfalls mit Rückgang

Der Volkswagen-Absatz fiel um 17,5 Prozent auf 13.660 Fahrzeuge. Einen besonderen Einbruch erlebte der Passat, dessen Verkäufe im Vergleich zum Vorjahresmonat um 71 Prozent auf knapp 1.000 Wagen einbrachen. Beim wichtigsten Modell Jetta gab es einen Rückgang von 12,3 Prozent auf knapp 6000 Fahrzeuge.

Weniger Verkäufe bei Porsche

Der Sportwagenbauer Porsche konstatierte, er habe sich mit einem Absatzrückgang von zwölf Prozent auf 1622 Fahrzeuge "wacker geschlagen". Ein Grund dafür war, dass sich die Boxster-Verkäufe nach Einführung des neuen Modells mit 291 Autos mehr als verdoppelten. Beim 911er gab es einen Rückgang von sechs Prozent auf 617 Fahrzeuge.


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Quelle: dapd , dpa-AFX , t-online.de

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