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US-Absatz von Porsche bricht im Juni ein
02.07.2009, 08:40 Uhr | bab
In den USA ein Ladenhüter: der Porsche CayennePorsche hat in Nordamerika einen herben Rückschlag erlebt. Die Verkäufe gingen im Vergleich zum Vorjahr um 62 Prozent zurück. Neben dem Zuffenhausener Sportwagenbauer verbuchten auch alle anderen großen deutschen Hersteller ein deutliches Minus. Fortgesetzt hat sich die Talfahrt auch bei den insolventen US-Autobauern GM und Chrysler setzte sich die Talfahrt fort.
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Cayenne wird zum Ladenhüter
Ausschlaggebend für den Rückgang bei
Porsche war die schwache Nachfrage nach dem Geländewagen Cayenne, dessen Verkäufe um 72 Prozent auf 336 Stück einbrachen. Der Absatz der Mittelmotor-Baureihe mit den Modellen Boxster und Cayman sank um zwei Drittel auf 287 Stück. Vom Sportwagen 911 gingen mit 449 Fahrzeugen 40 Prozent weniger an die Kunden. Porsche hofft nun auf neue Impulse durch die vierte Baureihe Panamera, die im Oktober in Nordamerika an den Start geht.
Auch BMW und Daimler verlieren
Bei
BMW fiel der Konzernabsatz im Juni etwas weniger deutlich um 20 Prozent auf 20.849 Einheiten. Im Halbjahr ging es noch um fast 28 Prozent nach unten.
Daimler litt etwas stärker und verbuchte im Juni einen Einbruch um mehr als 26 Prozent auf 16.271 Wagen. Die Kernmarke Mercedes-Benz lag mit knapp 23 Prozent im Minus. Die Smart-Verkäufe wurden mehr als halbiert. In den ersten sechs Monaten verkaufte Daimler über 28 Prozent weniger Autos als ein Jahr zuvor.
Audi verliert acht Prozent
Auch bei
Volkswagen (VW) beschleunigte sich der Rückgang im Vergleich zum Vormonat wieder. Die VW-Verkäufe in den USA fielen um 18 Prozent auf 19.027 Fahrzeuge. Das Minus seit Jahresbeginn: 16 Prozent. Die VW-Tochter Audi verzeichnete einen moderaten Absatzrückgang von rund acht Prozent auf 7524 Fahrzeuge. Seit Jahresanfang ist der Absatz um 16 Prozent gesunken.
Ford fängt sich
Moderat fiel der Rückgang auch bei Ford aus, wo die Absatztalfahrt im Juni erstmals klar abgebremst werden konnte. Der zweitgrößte amerikanische Autobauer profitierte von der Not seiner US-Rivalen. Der Juni-Absatz fiel lediglich um knapp elf Prozent auf 155.195 Fahrzeuge - der geringste Rückgang seit weit über einem Jahr. Im Mai war das Minus mehr als doppelt so hoch. In den ersten sechs Monaten brachen die Verkäufe um ein Drittel ein.
GM und Chrysler stürzen ab
Dagegen bekamen
General Motors (GM) und Chrysler die Folgen ihres Überlebenskampfes heftig zu spüren und stürzten erneut drastisch ab. Der mitten im Insolvenzverfahren steckende GM-Konzern verkaufte im Juni fast 34 Prozent weniger Autos als ein Jahr zuvor. Insgesamt waren es 176.571 Stück. Chrysler stürzte sogar um 42 Prozent auf 68.297 Wagen ab. Der kleinste der drei US-Anbieter hatte erst Mitte Juni mit dem Einstieg des italienischen Fiat-Konzerns sein Insolvenzverfahren verlassen.
Quelle: dpa
, dpa-AFX
, AFP
, t-online.de