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Bei Karmann drohen weitere Entlassungen
23.10.2009, 13:46 Uhr | dpa-AFX
Ein Karmann-Klassiker: Der VW Ghia Cabrio aus dem Jahr 1969 (Quelle: imago) Beim insolventen Cabrio-Spezialisten Karmann drohen neue Entlassungen. Wegen der schlechten Auftragslage werde Insolvenzverwalter Ottmar Hermann wahrscheinlich nicht um die Schließung von Unternehmenssparten herumkommen, sagte sein Sprecher am Donnerstag nach einer Gläubigerversammlung. Wie viele Jobs wegfallen, müsse noch mit der Arbeitnehmerseite verhandelt werden.
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Muss mehr als die Hälfte der Belegschaft gehen?
Nach Informationen der "Neuen Osnabrücker Zeitung" müssen 800 von derzeit noch rund 1500 Beschäftigten mit ihrer Entlassung rechnen. Die Kündigungen drohten noch im Oktober, schreibt die Zeitung (Freitag) unter Berufung auf beteiligte Kreise.
Verhandlungen um Sparten-Verkauf
Unterdessen werde weiter über den Verkauf von Sparten verhandelt, sagte der Sprecher des Insolvenzverwalters. Für den Verdeckbau gebe es zwei Interessenten, für das Segment technische Entwicklung habe sich ein potenzieller Investor gemeldet.
Verdeckbau könnte gerettet werden
Zumindest für den Verdeckbau gebe es "sehr intensive Gespräche", aber noch keine Verhandlungsergebnisse, sagte der Sprecher. Unter anderem müssten kartell- und arbeitsrechtliche Fragen geklärt werden. Auch die nicht insolvente Besitzgesellschaft von Karmann müsse an den Verkaufsverhandlungen beteiligt werden. Der Besitzgesellschaft gehören die Immobilien und die Maschinen des Unternehmens.
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So könnte es aussehenMagna interessiert
In der vergangenen Woche war bekanntgeworden, dass der österreichisch-kanadische Zulieferer
Magna und der spanische Autozulieferer CIE Automotive am Kauf der Verdecksparte interessiert sind. Die deutsche Magna-Tochter CTS verhandelt über das Segment mit rund 350 Mitarbeitern.
Letztes Auto lief bereits vom Band
Das letzte Auto war bei Karmann Ende Juni vom Band gelaufen. Die Schließung der Fahrzeug-Fertigung war bereits lange vor dem Insolvenzantrag im April beschlossen worden. Die alte Geschäftsführung hatte damals auch den Verkauf beziehungsweise eine deutliche Verkleinerung des Metall-Segments angekündigt. Der Betriebsrat hatte jedoch eine Fortführung der Sparte durchsetzen können. Der Sprecher betonte, der Insolvenzverwalter bemühe sich weiter um Aufträge und verhandele mit allen großen Autokonzernen. Allerdings werde die finanzielle Lage des Unternehmens zunehmend schwieriger
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Quelle: dpa-AFX
, t-online.de