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Deutscher Pkw-Markt boomt dank Abwrackprämie
03.04.2009, 13:08 Uhr | mfu
Die Abwrackprämie hilft vor allem den ausländischen Autobauern (Quelle: imago)Der deutsche Automarkt verzeichnet einen Boom sondergleichen. Allein im März wurden 401.000 Autos neu zugelassen, teilte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mit. Das sind 40 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Die Sonderkonjunktur hat vor allem mit der Abwrackprämie zu tun. Doch von der Staatsförderung profitieren vor allem ausländische Autobauer. Deutsche Autohersteller verlieren dagegen Marktanteile und haben Probleme mit dem Exportgeschäft.
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Deutlicher Zuwachs bei Kleinwagen
Allein für die ersten drei Monate liegt der Pkw-Markt mit 18 Prozent im Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Von dem Absatzboom profitierten vor allem Klein- und Kleinstwagen. Das Mini-Segment legte um 129 Prozent zu, bei Kleinwagen waren es 75 Prozent und in der Kompaktklasse acht Prozent. Insgesamt entfielen auf diese drei Marktsegmente zwei Drittel aller Neuzulassungen.
Hyundai legt um knapp 150 Prozent zu
Große Gewinner sind Suzuki, Hyundai und Fiat. Die Konzerne, die hierzulande vor allem Kleinwagen absetzen, konnten ihren Verkauf von Januar bis März um über 100 Prozent steigern. Beim koreanischen Autohersteller Hyundai betrug der Zuwachs sogar 149 Prozent.
Mercedes, Porsche und BMW sind die großen Verlierer
Auch der kriselnde Autobauer Opel verdoppelte in den ersten drei Monaten seinen Absatz. Marktführer
VW verzeichnete ebenfalls ein Plus von 16 Prozent, lag aber noch unter dem Wachstum des Gesamtmarktes und verlor somit Marktanteile. Großer Verlierer der aktuellen Entwicklung sind die deutschen Hersteller von Luxus- und Oberklassefahrzeugen. Bei diesen Autos waren die Zulassungen im ersten Quartal um rund 25 Prozent rückläufig;
Mercedes und
Porsche büßten 20 Prozent ein.
Probleme mit Exportgeschäft
Überhaupt lassen die hiesigen Autobauer im Augenblick kräftig Federn: Die deutschen Marken halten nur noch einen Anteil von 53 Prozent des Marktes. Im Vorjahr waren es noch zwei Drittel. Auch aus dem Ausland kommen derzeit wenig Impulse. Die Ausfuhr lag mit 713.700 Wagen im ersten Quartal um 38 Prozent unter dem Wert der ersten drei Monate 2008. Die Produktion ist als Folge der Exportschwäche um ein Drittel auf das mit rund eine Million Autos niedrigste Niveau seit 15 Jahren zurückgefahren worden.
Ausländische Konzerntöchter profitieren vom Sonderboom
Immerhin: Deutschlands Autobauer können sich damit trösten, dass zu den Gewinnern der aktuellen Sonderkonjunktur mit Skoda, Seat oder Mini Töchter deutscher Konzernmütter zählen. Außerdem stammen viele Teile der Importautos von deutschen Zulieferern.
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Quelle: dapd
, dpa-AFX
, t-online.de