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Autozulieferer wollen staatliche Hilfe
17.11.2008, 13:36 Uhr | fre
Dass der Reifenhersteller Goodyear über eine Auftragsflaute klagt und von Kurzarbeit spricht, passt zur schlechten Stimmung bei den Auto-Zulieferern: Der thüringische Zulieferer-Verband Automotive hat einen Sicherungsfonds für die Branche gefordert. Angesichts des Opel-Krisengipfels in Berlin sagte Verbandschef Michael Militzer der in Erfurt erscheinenden "Thüringer Allgemeinen", es könne keine einseitige Förderung für Autohersteller geben. "Die ganze Branche ist in der Krise", sagte der Automotive-Vorstandsvorsitzende. Speziell für die deutschen Zulieferer müsse ein umfassendes Hilfspaket beispielsweise aus Bürgschaften, billigeren Zinsen und bessere Möglichkeiten zur Abschreibung geschnürt werden.
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Es wird geliefert, aber nicht gezahlt
Es werde vergessen, dass die Auto-Zulieferer einen Großteil der Wertschöpfung beitrügen, erklärte der Geschäftsführer des Verbandes, Michael Lison, der AP. Bei der derzeitigen finanziellen Lage von General Motors sei es sehr schwierig, weiterhin die Lieferbeziehungen aufrecht zu erhalten. Nicht dass Opel zu wenig abnehme, sei das Problem, sondern dass nicht gezahlt werde. Ohnehin seien in der Automobilindustrie Zahlungsziele von 60 bis 120 Tagen durchaus üblich.
Althaus und Glos stellen Bedingungen
Es müsse abgefedert werden, dass die Zulieferer ihre Produkte auch bezahlt bekämen. Er denke da unter anderem auch an Landesbürgschaften, sagte Lison. Der thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) hat für Mittwoch zu einem Landes-Autogipfel eingeladen, auf dem die Situation der Zulieferindustrie auch eine Rolle spielen wird. Althaus sprach sich im ZDF-Morgenmagazin dafür aus, eine Staatsbürgschaft für den angeschlagenen Autobauer Opel an Bedingungen zu knüpfen. Die Arbeitsplätze in Deutschland müssten erhalten und die mittelständische Zulieferindustrie geschützt werden. Zudem verlangte Althaus, es müsse verhindert werden, dass die Hilfe indirekt an den US-Mutterkonzern
General Motors fließe. Damit ist er auf einer Linie mit Bundeswirtschaftsminister Michael Glos.
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Quelle: dapd
, dpa-AFX
, t-online.de
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