10.02.2011, 09:53 Uhr | AFP, bab
Einen möglichen Wechsel von Bundesbankpräsident Axel Weber zur Deutschen Bank sehen die Grünen kritisch. Der finanzpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Gerhard Schick, schlug im "Handelsblatt" deshalb eine Karenzzeit von möglichst drei Jahren für Weber vor. Ein Jahr sei das "absolute Minimum", sagte Schick dem Onlineauftritt der Zeitung. "Besser wären noch drei Jahre, wie es die Antikorruptionsorganisation Transparency International fordert."
Ein schneller Wechsel von der Bundesbank zur Deutschen Bank wäre nach Schicks Ansicht auch deshalb heikel, da die Bundesbank auch Aufgaben in der Bankenaufsicht und bei der Bankenrettung übernommen habe. "Auch Axel Weber hat Einblick in Informationen über konkurrierende Institute nehmen können", sagte der Grünen-Politiker. "Ein Seitenwechsel von Aufsicht zu beaufsichtigtem Institut muss deshalb besonderen Regeln wie einer Karenzzeit unterliegen. Alles andere würde dem Finanzplatz Deutschland, aber auch dem Ruf der Bundesbank sehr schaden."
Ein Vorgehen wie von den Grünen vorgeschlagen sieht auch der Verhaltenskodex für Mitglieder des Rats der Europäischen Zentralbank (EZB) vor, dem Weber angehört. Dort heißt es, dass Ratsmitglieder während des ersten Jahres nach Beendigung ihrer Pflichten weiterhin "alle Interessenkonflikte, die aus neuen privaten oder beruflichen Tätigkeiten erwachsen können" vermeiden müssten. "Bevor sie sich zur Aufnahme solcher Tätigkeiten verpflichten, unterrichten sie insbesondere die Mitglieder des EZB-Rates schriftlich über ihre diesbezüglichen Vorhaben und holen deren Rat ein", heißt es demnach in dem Kodex.
Schick forderte Weber deshalb auf, "baldmöglichst Klarheit über seine Pläne" herbeizuführen. "Sollte Axel Weber allerdings tatsächlich seine Kandidatur für das Amt des EZB-Präsidenten aufgeben, wäre das eine klare Niederlage für die Bundesregierung von Angela Merkel in ihrem Bemühen um eine deutsche Besetzung der EZB-Spitze", sagte der Grünen-Politiker.
Die Deutsche Bundesbank hatte am Dienstag Spekulationen über die Zukunft ihres Chefs Weber zurückgewiesen. Die Deutsche Bank wollte sich nicht zu den Gerüchten äußern, wonach sie Webers nächster Arbeitgeber werden solle. Der 53-jährige Weber galt bisher als einer der heißesten Kandidaten für die Nachfolge von EZB-Chef Jean-Claude Trichet, der im Oktober abtritt.
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Quelle: AFP , t-online.de
cicero schrieb:
am 10. Februar 2011 um 12:49:44
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grüne/weber
Ihr Grünen braucht euch nicht zu sorgen. Dieser Bauernschädel Weber aus der Pfalz kann wieder zurück auf die Uni. Als Banker
hat er noch nie was getaugt. Und zur Deutschen Bank. Da muss ich lachen. Die brauchen einen Typ Ackermann, der das Bankfach gelernt hat und international auftreten kann.
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spy schrieb:
am 10. Februar 2011 um 12:37:29
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also lieber
miba, ich ziehe den imaginären Hut vor Ihrem wirtschaftlichen Sachverstand. Seit wann wird der arbeitende Teil der Bevölkerung
wie eine Kapitalgesellschaft versteuert??? Ansonsten verweise ich auf den Kommentar von Hubert. Dem ist nichts hinzu zufügen.
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MIBA schrieb:
am 10. Februar 2011 um 12:02:50
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@Juttadoris
Sie müsen auch erklären warum, hier sind Grüne dazwischen! Als lieber Spy, eine Kapitalgesellschaft zahlt weniger Steuern als
ein privater Spitzenverdiener, deshalb kommt für den Staat mehr rum.
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