23.12.2011, 14:47 Uhr | dpa-AFX, t-online.de, new
Im bislang größten Vergleich in der US-Justizgeschichte in Sachen Diskriminierung muss die Bank of America tief in die Tasche greifen. Ihr Immobilienableger Countrywide gab Schwarzen und Latinos nur auf Grund der "falschen" Herkunft und Hautfarbe teurere Immobiliendarlehen, obwohl deren Kreditwürdigkeit für einen niedrigeren Zinssatz ausgereicht hätte.
Die Bank of America muss wegen Rassismus-Vorwürfen 335 Millionen Dollar (257 Millionen Euro) zahlen. Der Tochterfirma Countrywide wird vorgeworfen, schwarze und lateinamerikanische Kunden benachteiligt zu haben. Sie soll mehr als 200.000 Kreditnehmern über Jahre überhöhte Zinsen abverlangt haben - nur wegen ihrer Herkunft und Hautfarbe. Davon ist das US-Justizministerium nach jahrelangen Ermittlungen überzeugt.
Die Millionenzahlung ist Teil eines Vergleichs, den die Bank mit dem Ministerium geschlossen hat, und den Justizminister Eric Holder in Washington verkündete. "Finanzfirmen sollten ihre Entscheidungen aufgrund der Kreditwürdigkeit ihrer Kunden treffen, nicht aufgrund von deren Hautfarbe", sagte Holder. Nach seinen Angaben ist es die höchste Summe, die eine Bank jemals wegen Rassismus-Vorwürfen bei Kreditgeschäften abdrücken musste.
Aktuelle Stellenangebote für Filialleiter, Kundenberater, Buchhalter und Absolventen in Ihrer Wunschregion finden.
Jobsuche starten
Die Kreditberater von Countrywide sollen von 2004 bis 2008 bewusst die Konditionen für schwarze und lateinamerikanische Kreditnehmer verschlechtert haben - obwohl die Kunden nachweislich über eine gute Kreditwürdigkeit verfügten. So sollen einige Kunden statt der günstigen "prime loans" nur die teureren "subprime loans" bekommen haben. Sie mussten deshalb höhere Zinsen für ihren Immobilienkredit berappen. Die betroffenen Kunden werden nun mit den Millionen entschädigt.
Die Bank of America hatte den einst größten US-Immobilienfinanzierer Countrywide mitten in der Finanzkrise des Jahres 2008 übernommen. Das stellte sich als großer Fehler heraus: Die Bank handelte sich massenhaft faule Kredite von Countrywide ein und sie musste gegenüber Investoren für fragwürdige Geschäfte ihrer Tochter geradestehen. Das führte zu Milliardenverlusten. Die Bank of America ist heute der Sorgenfall unter den US-Banken.
Der Newsletter bietet Ihnen die wichtigsten Meldungen aus der Welt von Wirtschaft und Geldanlage werktags kostenlos per E-Mail. Jetzt abonnieren!
Quelle: t-online.de , dpa-AFX
Demokrat schrieb:
am 22. Dezember 2011 um 12:15:51
(5)
(0)
Bank of America Rassismus
Wenn heute ein Rentner, mit geringem Einkommen ein Bank-Konto eröffnen möchte, hat dieser größte Probleme. In
den Statistiken u.a. der Banken werden "Risikogruppen" aufgezeigt unbd geratet. Was ist richtig, was Mobbing, was Rassismus? Denke - Beliebigkeit durch gezieltes Aufgreifen durch die Presse. Was ist Rechtsstaat???
mehr
Kommentar melden
BankKUNDE schrieb:
am 22. Dezember 2011 um 11:44:22
(5)
(0)
Kredite
Kann ich nun meine Bank auch Verklagen? Das gibt es doch in Deutschland auch! Ich bekomme auch nicht den niedrigen Zinssatz. Meine
Berufsgruppe ist schlecht Dargestellt. Man sollte sich mal fragen, ob das Ganze nicht Diskriminierend ist.
mehr
Kommentar melden
Manni schrieb:
am 22. Dezember 2011 um 11:23:44
(6)
(0)
Rassismus
Ob es jemals eine Zeit geben wird, in der Macht nicht mehr durch Kriminelle ausgeübt wird?
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die neue Frühlingskollektion von Topmarken: tolle Schuhe, Mode u.v.m. - Versand gratis. mehr
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ
Tolle Kurven perfekt in Szene gesetzt: zauberhafte Damenmode bis Größe 60. zum XXL-Special
Der Internetpionier verkauft Anteile an Alibaba. zum Video