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Banken: Ermittlungen gegen Deutsche Bank wegen Geldwäsche

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Banken: Nun auch Ermittlungen wegen Geldwäsche

03.05.2010, 12:51 Uhr | dpa-AFX, apn

Umsatzsteuer-Razzia: Vorwürfe gegen Deutsche Bank-Mitarbeiter (Foto: Reuters)

Die Großrazzia gegen Umsatzsteuerbetrüger vom vergangenen Mittwoch bringt immer neue Verdächtige - und die Ermittlungen beziehen sich nun auch auf Geldwäsche. "Die Zahl der Beschuldigten weitet sich von Tag zu Tag aus", sagte Chefermittler Günter Wittig. Zu Beginn der Durchsuchungen unter anderem bei der Deutschen Bank waren die Fahnder von 150 Beteiligten an einem schwunghaften Karussell zur Hinterziehung von geschätzten 180 Millionen Euro Umsatzsteuer ausgegangen. In den vergangenen Tagen seien immer mehr Beschuldigte hinzugekommen. Neben der Steuerhinterziehung komme am Rande auch der Tatbestand der Geldwäsche für einige Verdächtige in Betracht, bestätigte Wittig einen Bericht der "Bild-Zeitung".

Deutsche Bank: Sieben Mitarbeiter unter Verdacht

Die Ermittlungen richten sich demnach in erster Linie gegen die durchsuchten Banken, darunter die Deutsche Bank. So wurde am Donnerstag klar, dass unter den 150 Beschuldigten auch sieben Angestellte von Deutschlands Branchenprimus sind. Sie gehören alle zu der Abteilung, die sich mit dem legalen Handel der Emissionsrechte beschäftigte. Die Bank geht nach den Worten ihres Sprechers davon aus, dass die von der Staatsanwaltschaft erhobenen Vorwürfe gegen die Mitarbeiter entkräftet werden können. Für sie gelte die Unschuldsvermutung. Er verwies auf umfangreiche Kontrollmechanismen und Vorschriften, die illegale Geschäfte verhindern und aufdecken sollten.

Bislang vier Festnahmen

Wegen Verdachts der Steuerhinterziehung beim Handel mit CO2-Emissionszertifikaten waren am Mittwoch 230 Objekte durchsucht worden. Es geht um 150 Beschuldigte in rund 50 Unternehmen in ganz Deutschland. Die Polizeiaktion, an der allein in Deutschland mehr als 1000 Beamte beteiligt waren, umfasste laut der federführenden hessischen Generalstaatsanwaltschaft etliche weitere europäische Länder. Allein in Großbritannien gebe es 50 Beschuldigte, sagte Wittig. Dort sei auch ein weiterer Verdächtiger wegen Fluchtgefahr festgenommen worden. In Deutschland hatten die Behörden aus dem gleichen Grund bereits drei Männer in Frankfurt festgesetzt.

Europaweite Ermittlungen

Auch in Belgien, Dänemark, Finnland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Tschechien, Zypern und weiteren nicht genannten Ländern wurden über die Rechtshilfe die örtlichen Ermittler aktiv und suchten nach Beweisen für die Betrugsmethode im Handel mit umweltrechtlichen Verschmutzungsrechten. Die beteiligten Handelsfirmen sollen in einem grenzüberschreitenden Kettengeschäft gezielt die Umsatzsteuer unterschlagen haben. Die europaweit abgestimmte Aktion sei nach den ersten Eindrücken sehr erfolgreich verlaufen, sagte Wittig. Die Ermittler hatten am Mittwoch und vereinzelt auch noch am Donnerstag zugeschlagen und zahlreiche Beweise gesichert. Die Auswertung werde Wochen und Monate dauern.


Quelle: dpa-AFX , dapd

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Kommentare (56)

zum Forum

Thema: "Banken: Ermittlungen gegen Deutsche Bank wegen Geldwäsche"

! schrieb: am 2. Mai 2010 um 12:24:41
(0) (0) Ackermann
Nun,nicht umsonst ruft der liebe Gott alle Kollegen auf, Griechenland zu unterstützen. Sehr Großherzig wenn man von seinen
Betrügereien ablenken will.
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max100 schrieb: am 1. Mai 2010 um 16:56:25
(0) (0) Lebensabschnitte
Oskar Lafontaine löst Josef Ackermann bei der DB als Chef ab. Im Gegenzug wird Herr Dr. Ackermann die Linkspartei auf
Vordermann bringen. Wahrheit oder Lüge?
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Jack65 schrieb: am 1. Mai 2010 um 10:46:31
(0) (0) Deutsche Bank
@juttadoris mag sein. Jedoch ist es doch unbestreitbar, dass Geldvermehrung nur über den Schuldzins verläuft. Oder gibt es
eine andere Möglichkeit? Die von Dir berschriebene Form ist zwar ein "Verkaufgeschäft" jedoch steckt doch irgendwo in dieser Kette wieder eine Schuldner und ein Gläubiger. Man kann es drehen und wenden wie man will. Selbst ausgewiesene Börsenfachleute, wissen und publizieren es in der Zwischenzeit, dass das Geldsystem in dieser Form nicht funktionieren kann. Mathematisch!
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