14.04.2011, 14:10 Uhr | AFP, bv
Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann gehört für einen Banken-Experten zu den "gefährlichsten Bankmanagern der Welt." Der ehemalige Chefökonom des Internationalen Währungsfonds (IWF), Simon Johnson, sagte der "Tageszeitung" (taz), die von Ackermann für sein Institut angepeilte Eigenkapitalrendite von 20 bis 25 Prozent sei nur möglich, "weil er genau weiß, dass die Deutsche Bank ein Systemrisiko darstellt und daher von den Steuerzahlern gerettet würde, falls ein Konkurs droht".
Der Wirtschaftsprofessor forderte deshalb strengere Eigenkapitalregeln, als sie das internationale Bankenabkommen Basel III vorsieht: "Wenn das Finanzsystem sicher sein soll, muss das Eigenkapital bei 20 bis 45 Prozent der Bilanzsumme liegen", zitierte ihn das Blatt weiter. Die Deutsche Bank komme derzeit nur auf vier Prozent. Basel III verlange weniger Eigenkapital, als Lehman Brothers am Tag vor seiner Pleite gehabt habe.
Von strengeren Regeln sähen die Bankenaufseher aber ab, weil selbst sie glaubten, dass große Wirtschaftsnationen große Banken benötigten, die nicht zu sehr reguliert werden dürften. Für die Banken sei das ein Freibrief. Sie gingen "waghalsige Risiken ein, indem sie enorme Kredite aufnehmen, denen kaum Eigenkapital entgegensteht". Die Absicherung übernehme der Steuerzahler, "das klassische Rezept für eine neue Krise", sagte Johnson dem Blatt.
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Die Schweiz habe längst entschieden, dass 19 Prozent Eigenkapital nötig seien, und auch in Großbritannien seien 20 Prozent im Gespräch. Andere Länder hätte verstanden, dass Institute wie die Deutsche Bank gefährlich seien. "Solche Banken sind nicht nur zu groß, um sie pleitegehen zu lassen - sie sind auch zu groß, als dass man sie retten könnte", so Johnson.
Die Eigenkapitalrendite ist das Verhältnis von Gewinn und Eigenkapital. Da Banken, aber auch andere Unternehmen, viel mit fremdem Kapital arbeiten beziehungsweise hohe Gewinne erzielen, sind zweistellige Eigenkapitalrenditen keine Seltenheit. Wenn die Banken ihr Eigenkapital erhöhen müssen, sinkt damit rechnerisch automatisch die Eigenkapitalrendite.
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Quelle: AFP , t-online.de
nobody schrieb:
am 12. Mai 2011 um 10:27:01
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Ackermann
Hat irgendjemand ernsthaft angenommen, dass es nach der Finanzkrise, die offenbar noch gar nicht endgültig überwunden ist, mit
den Machenschaften der arroganten Banker wie Ackermann ein Ende hat. Haa, haa ... Die meisten Politiker hocken doch in den Aufsichtsräten o. ä. und kassieren kräftig mit ab. Außerdem fehlt diesen Selbstdarstellern neben jeglicher Moral insbesondere das erforderliche Fachwissen, um der Abzockerei entgegen zu wirken. Die werden doch über sämtliche Tische gezogen ...
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Mike Kent schrieb:
am 17. April 2011 um 23:42:48
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Die Welt wird ...
brennen! Es dauert nicht mehr lange und die Welt wird in Flammen aufgehen. Wir lassen uns seit über 50 Jahre von
kriminellen verwalten - Politiker, Manger usw. (Führungselite genannt!). Und diese werden die Welt in Brand stecken, die Lunte glimmt schon längst. Wir werden sehen, dass die Menschen alles verlieren werden (Geld, Vermögen, Freiheit, ...) und die, die dafür verantwortlich sind, die werden weiterhin die Fäden ziehen - ohne zur Verantwortung gezogen zu werden! Wehrt Euch!
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Mike Kent schrieb:
am 17. April 2011 um 22:52:24
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ganz gleich, wen wir von den ...
"Top-Managern" betrachten - ALLES Schrott! Wir haben nur noch in reinen Familienunternehmen wirklich gute
Führungskräfte. Alles andere, ganz gleich ob Bertelsmann, Deutsche Bank, Karstadt & Co., nur Müll-Manager. KEINE Nachhaltigkeit, zu hohe Renditevorgaben, keine Ahnung vom Geschäft, keine Sozialkompetenz, ... - eigentlich der Abschaum.
Wenn es in unserem Land gelingen würde, diese Art von Managern zu eliminieren, dann hätten wir ein Wirtschaftswachstum welches uns nach VORNE bringen würde!
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