14.11.2011, 17:43 Uhr | dapd
Die Banken in Deutschland fürchten zunehmend den Feind in den eigenen Reihen. Einer aktuellen Studie zufolge erklären 39 Prozent der befragten Geldinstitute, dass sich das Risiko durch interne Fehler oder Betrug erhöht habe. Experten kritisieren allerdings, die Geldhäuser seien selbst Schuld daran: Ihre Vorkehrungen gegen interne schwarze Schafe seien mangelhaft.
Nur zwölf Prozent der von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young befragten Institute erwarten, dass dieses Risiko in den nächsten Jahren sinkt. Insgesamt nahmen 100 Banken an der Umfrage teil. Allerdings weisen die Wirtschaftsberater auf Defizite im Umgang der Geldinstitute mit dem Problem hin.
In 68 Prozent der Fälle arbeitet demnach eine zentrale Stelle im Geldhaus Betrugsfälle auf. Nur in 18 Prozent der Verdachtsfälle würden externe Prüfer hinzugezogen. Auch Risikomanagement und Personalabteilung seien nur in 27 Prozent beziehungsweise 23 Prozent der Fälle daran beteiligt, die notwendigen Schlussfolgerungen zu ziehen und derartige Vorkommnisse künftig zu verhindern.
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Oft begännen die Betrugsfälle nicht als solche, sondern als menschliche Fehler oder geringfügige Regelverletzungen, erläuterten der Bankexperte Dirk Müller-Tronnier und der Wirtschaftskriminalitätsfachmann Stefan Heißner. Im Bemühen, den Fehler geradezubiegen oder zu vertuschen, gerate der betroffene Angestellte dann erst "in eine Kette von Handlungen, die sich als nicht mehr beherrschbar" erweise.
Unsicherheit des eigenen Arbeitsplatzes - beispielsweise bei Bankfusionen oder Personalabbau - steigere die Gefährdung durch Fehler oder bewusstes Täuschen, betonte Müller-Tronnier. Oft gehe es nicht darum, den eigenen Bonus zu optimieren, sondern um die Rolle und das Ansehen innerhalb der Bank.
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Elf Prozent der befragten Banken gaben laut der Studie an, in den vergangenen zwei Jahren einem wesentlichen Betrugsversuch ausgesetzt gewesen zu sein. Die Dunkelziffer sei sicher höher, erklärten die Experten. 29 Prozent dieser Fälle seien nicht rechtzeitig erkannt worden. Das bedeute, der Betrüger habe zumindest zunächst Erfolg gehabt.
Einige Banken sähen derartige rufschädigende Vorfälle erstaunlich gelassen: Die Reputation des Hauses werde durch Bekanntwerden von Betrugsfällen "gar nicht" oder nur "unwesentlich" geschädigt, gaben 33 Prozent der Befragten an. 53 Prozent sähen eine "moderate" Schädigung, und nur 14 Prozent hielten den Ruf ihres Hauses durch den Betrug für "sehr" ramponiert, sagten Müller-Tronnier und Heißner.
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Quelle: dapd
Uninformierter schrieb:
am 16. November 2011 um 01:36:11
(1)
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Betrugssystem?
Zins und Zinseszins führen zu immer höheren Zahlungen an die Kreditgeber,
expotentiell, bis zur unendlichen Geldmenge? Es
werden immer neue Schuldner benötigt, auch wenn es keinen mehr gibt, der Schulden machen kann? Das Geldsysten, basierend auf Zins und Zinseszins ein Betrugssystem? Betrug und Aufragsbankrotte, abgewickel über Geldverleiher,
ein Geschäftsmodell, um ohne wertschöpfend Arbeit viele Werte abzuschöpfen?
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dog&co schrieb:
am 15. November 2011 um 20:09:57
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Feind von innen und Reputation
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt`s gänzlich ungeniert. Also weitermachen mit weitermachen.
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Original-Realo schrieb:
am 15. November 2011 um 09:45:47
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Feind von Innen
Es schadet gar nichts, wenn die Top-Manager in den Banken das Muffensausen bekommen. Bislang haben die nur an ihren
Untergebenen gespart, die eigenen Gehälter und Boni aber geschützt. An den alten Säcken in den Geschäftsleitungen wird man wohl nicht mehr ändern können, aber der Nachwuchs ist gewarnt.
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