21.11.2011, 19:29 Uhr | dapd
Bankenverbandspräsident Andreas Schmitz hält einen Abstieg Griechenlands aus dem Euroraum für denkbar, ebenso aber auch einen Wiederaufstieg. "Wenn ein Land und seine Bevölkerung nicht willens und in der Lage sind, gewisse Kriterien zu erfüllen, dann sollten sie nicht Mitglied der Eurozone sein. Dann muss man absteigen." Wenn das Land die Kriterien für den Euro wieder erfülle, könne es ja auch wieder aufsteigen, sagte Schmitz in Frankfurt am Main.
Der Bundesverband deutscher Banken dringt zur Stabilisierung des Euro darauf, dass die Nationalstaaten einen Teil ihrer finanzpolitischen Souveränität an die Europäische Union (EU) abgeben. Eine enge Abstimmung der Fiskal- und Wirtschaftspolitik allein werde nicht genügen, sagte Schmitz.
Als Folge aus der Staatsschuldenkrise werde sich aber auch das Verhalten der Marktteilnehmer ändern. Es werde für Staaten künftig nicht mehr so einfach sein, ihre Staatsanleihen an die Banken zu bekommen. Viele Finanzminister vor allem hochverschuldeter Länder würden sich möglicherweise nach neuen Kreditgebern umsehen müssen.
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Schmitz verteidigte die Banken gegen Kritik. "Die Ungeduld der Finanzmärkte hat etwas mit der berechtigten Sorge der Gläubiger um ihr Geld zu tun", sagte er. Wenn sich die Politik unter dem Druck der Finanzmärkte wähne, dann auch deshalb, "weil sie sich durch falsche Entscheidungen in der Vergangenheit selbst in Zugzwang gebracht hat."
Schmitz kritisierte zugleich den Blitz-Stresstest der europäischen Bankenaufsicht EBA. "Es fördert nicht gerade das Vertrauen in die europäischen Behörden, wenn quasi über Nacht völlig neue Anforderungen aus dem Ärmel geschüttelt werden und dadurch eine komplett überflüssige Diskussion über eine mögliche Zwangskapitalisierung deutscher Banken losgetreten wird", sagte er.
Schmitz wandte sich auch gegen eine Finanztransaktionssteuer. Mögliche Schäden durch Ausweichreaktionen und weniger Wirtschaftswachstum seien nicht von der Hand zu weisen. Die tatsächlichen Risiken steckten zu einem beträchtlichen Teil in dem bisher noch kaum regulierten Schattenbankensystem, sagte der Vertreter der deutschen Privatbanken und Vorstandssprecher von HSBC Trinkaus & Burkhardt.
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Quelle: dapd
scooterfan schrieb:
am 6. Dezember 2011 um 12:49:13
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hoffentlich
steigt der ganze Bankenverband einschliesslich Dax gleich mit ab, die haben das den Bürgern alles eingebrockt.
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CubaLibre schrieb:
am 22. November 2011 um 10:27:01
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...u das mal auf den Nenner zu bringen -
Was wir jetzt in Griechenland erleben, werden wir weltweit erleben - Soziale Unruhen, harte
Sparmaßnahmen, Arbeitslosigkeit in ungeahnten Dimensionen usw. usw. - Ein auf Schulden aufgebautes "Schlaraffenland" funktioniert eben nur eine gewisse Zeit lang, dann platzt die Wohlstandsbase -
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Antonio di Grappa schrieb:
am 22. November 2011 um 10:22:37
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Bankenverband etc.
Bankenverband? mitverursacher der Krise würde zutreffen. Wir benötigen eine von Experten geführte Regierung, nicht
diese alten Parteimooskarpfen, welche seit jahren die Verschuldung vorantreiben. Weg mit petite Napoleon und Madame Merkozi. lassen sich wegen jedem kleinen Gipfel feiern und die Krise wird immer größer, fahren nicht auf Sicht, sondern im Nebel. Gehe mal einen Grappa trinken, ciao.
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