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Banker verweigern Annahme von Antinobelpreis

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Banker verweigern Annahme von Antinobelpreis

04.10.2010, 11:29 Uhr | dpa-AFX

US-Bank Goldman Sachs (Foto: dpa)

US-Bank Goldman Sachs (Foto: dpa)

Kurz vor der Verleihung der "richtigen" Nobelpreise sind an der amerikanischen Elite-Universität Harvard die höchsten Auszeichnungen für unwahrscheinliche und skurrile Forschungsarbeiten verliehen worden. Und wie seit einigen Jahren üblich, wurden die Preise von richtigen Nobelpreisträgern überreicht. Verliehen werden die "Ig-Nobelpreise" seit 19 Jahren und bis auf eine Ausnahme waren bisher alle Preisträger unter den über 1200 Gästen. Nur die Manager von Goldman Sachs, AIG, Lehman Brothers, Bear Stearns, Merril Lynch und Magnetar verweigerten die Annahme.

Ausgezeichnet werden sollten die Banker mit dem "Ig-Wirtschaftsnobelpreis" für die Erfindung und Förderung neuer Investitionen, "die finanziellen Zuwachs maximieren und finanzielles Risiko minimieren". Der Chefredakteur des Magazins "Annals of Immprobable Research", Marc Abrahams, sagte, schon der Versuch, Einladungen auszusprechen, sei bei den Mitverantwortlichen der schweren Finanzkrise gegen eine Mauer des Schweigens geprallt. "Sie haben nie geantwortet, noch nicht einmal mit einem 'Nein, danke'." Ig-Nobel ist in der englischen Sprache ein Wortspiel mit dem Wort "ignoble", was unwürdig, schmachvoll und schändlich bedeuten kann. Die Jury des Preises setzt sich aus Mitgliedern des Magazins und der Harvard-Universität zusammen.

Ig-Friedensnobelpreis fürs Fluchen

Den Ig-Friedensnobelpreis gewannen Professor Richard Stephens und seine Studenten für die von ihnen nun wissenschaftlich untermauerte Erkenntnis, dass Fluchen schmerzlindernd wirken kann. Der Professor machte die Erfahrung, als er sich mit dem Hammer auf den Daumen schlug und ihm dabei ein nicht druckbarer Fluch entfuhr, nach dem er sich aber besser fühlte. Kurz darauf brachte seine Frau die gemeinsame Tochter auf die Welt und bei den besonders langen und schmerzhaften Wehen soll sie so geflucht haben, das selbst ein Seemann errötet wäre. Sie habe sich danach bei der Hebamme entschuldigt, die allerdings gemeint habe, das sei doch nichts Besonderes, berichtete Stephens und fügte wissenschaftlich ernst hinzu: "Was wir denken ist, dass beim Fluchen eine innere Reaktion in einem selbst erzeugt wird, die das Nervensystem anregt und eine Kampf- oder Fluchtreaktion auslöst."

Der Ig-Nobelpreis für Biologie ging an sieben chinesische Forscher, die dokumentierten, dass es im Liebesleben von Flughunden auch Oralsex gibt. Der Preis für die besondere Ingenieursleistung ging an drei Forscher, die ein Verfahren entwickelten, Walrotz mit ferngesteuerten Hubschraubern einzusammeln. Die über das Blasloch der Meeressäuger "ausgeschiedenen Atemkondensate" könnten Aufschluss über den Gesundheitszustand des Tieres geben. Neuseeländische Forscher bekamen den Ig-Physiknobelpreis für den wissenschaftlichen Nachweis, dass über die Schuhe gezogene Socken die Rutschgefahr auf glatten Wegen deutlich mindern. Der Management-Preis ging an drei Wissenschaftler, die mathematisch bewiesen, dass die Organisationen effizienter werden, die Beförderungen nach dem Zufallsprinzip vornehmen.


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