
03.06.2011, 14:21 Uhr | Spiegel Online
Westliche Finanzinstitute haben dem libyschen Machthaber Gaddafi massive Verluste eingebrockt. Nun wird ein neuer Fall bekannt, ein fehlgeschlagenes Investment der Libyer in Frankreich. Die Großbank Société Générale (SocGen) verspielte fast drei Viertel einer Milliardeninvestition.
Die "Financial Times" (FT) berichtet über eine Anlage von einer Milliarde Dollar, die der libysche Staatsfonds LIA bei der Société Générale platziert hatte - im Frühjahr 2008. Das war zu jener Zeit, als der Milliardenbetrug von Jérôme Kerviel bekannt wurde. Der langjährige Mitarbeiter der französischen Bank hatte dem Institut mit hochriskanten Spekulationsgeschäften einen Verlust in Höhe von fünf Milliarden Euro beschert.
Zu diesem Zeitpunkt drehte die SocGen den Libyern ein Derivat-basiertes Produkt an, das an den Verlauf der eigenen Aktie gekoppelt war. Die Zeitung zitiert nun aus internen Dokumenten, aus denen hervorgehe, dass die Anlage des libyschen Staatsfonds 72 Prozent bis Mitte 2010 an Wert verloren habe. Im Klartext: Die Franzosen verzockten fast drei Viertel des Geldeinsatzes.
Die Aktie des Instituts hatte nach dem Kerviel-Betrug mehr als 50 Prozent an Wert eingebüßt. Die Société Générale war damit massiv unterbewertet und ein Übernahmekandidat. Trotzdem ging die Wette auf steigende Kurse nicht auf.
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Der Fall der Franzosen ist nur eines der zahlreichen Beispiele, wie die Großbanken sich am Geschäft mit dem libyschen Despoten bereicherten. Bereits in der vergangenen Woche hatte die "FT" aus einem Bericht zitiert, den die britische Nichtregierungsorganisation Global Witness veröffentlichte. Demnach hat sich das Gaddafi-Regime mit spekulativen Finanzprodukten gewaltig verkalkuliert. Allein die LIA-Investments bei Banken und Hedge Fonds schrumpften laut "FT" von rund fünf auf etwa 3,5 Milliarden Dollar. Auch das Gesamtvermögen des Fonds reduzierte sich: Zwischen dem ersten und zweiten Quartal 2010 ging es von 55,9 auf 53,3 Milliarden zurück.
Auch die US-Großbank Goldman Sachs war in die Geschäfte involviert: Das Institut soll rund 1,3 Milliarden Dollar des libyschen Staatsfonds verspielt haben. Gaddafis Investitionen verloren hier angeblich sogar 98 Prozent an Wert. Die Société Générale wollte zu dem Bericht nicht Stellung nehmen. Ein Sprecher sagte der "FT" lediglich, die Bank mache mit vielen Staatsfonds Geschäfte und halte sich dabei stets an die Regeln. Der LIA machte keine Angaben zu dem Bericht.
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Quelle: Spiegel Online
Pfatzolisator schrieb:
am 3. Juni 2011 um 21:27:25
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So what?!
...ein Räuber wurde von größeren und professionelleren Räubern beraubt. Soll ich jetzt tiefempfundenes Mitleid mit Herrn G.
äußern? Oder gibt es schon ein Spendenkonto?
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Kaufmann schrieb:
am 3. Juni 2011 um 20:40:45
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Gadaffi
Alle die hier von angeblichen V erlusten bei Banken reden, ich wette keinervon euch hat auch nur eine € verloren,entweder weil ihr
nichts habt, oder weil ihr euer Geld nicht adäquat angelegt hattet...richtig?
Ich kenne keinen einzigen Mitbürger der Geld verloren hat, mal die wenigen lt.Presse die Lehmann-Zert.gekauft hatte, weil die Gier zu gross war oder in Island angelegt hatten....Dummheit muss bestraft werden.
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kritiker 11 schrieb:
am 3. Juni 2011 um 19:17:49
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banken und andere gangster
noch nicht gemerkt? nicht mal 1 promille der menschheit regiert und gängelt den rest, macht sie blind mit
religiösem, politschem oder wirtschaftsmafiösem eifer, und alles rennt mit, bekriegt sich im namen nicht vorhandener götter, verschandelt unser einziges zuhause, die erde, und schreitet voran bis zum zu erwartenden untergang, während warnende kritiker massakriert werden...wir haben es wohl nicht besser verdient!!!
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