Gauner können mit Geldkarten ganze Konten leer räumenImmer mehr Bankkarten werden in Deutschland gestohlen und zum Abheben an Automaten missbraucht. Das geht aus der neuen Schadensstatistik der EURO Kartensysteme in Frankfurt hervor. Ebenso legten die Schäden mit gestohlenen Karten im Vorjahresvergleich zu. Die Karten wurden vor allem in Kaufhäusern und Geschäften geklaut. Häufig sind aber auch Diebstähle aus dem Auto, Verlust durch Straßenraub sowie Diebstahl aus Wohnungen und Ferienunterkünften.
Dagegen sei das "Skimming“ in Deutschland rückläufig: Mit dem Begriff bezeichnen Fachleute das missbräuchliche Auslesen von Kartendaten am Geldautomaten, Kassen im Handel oder an Türöffnern von Banken mit anschließendem Auslesen der PIN. Zudem sank die Zahl der manipulierten Geldautomaten und Türöffner. Ein Grund dafür ist laut EURO Kartensysteme, dass viele Institute Türöffnersysteme außer Betrieb genommen hätten. Außerdem würden Automaten stärker überprüft. Das Unternehmen ist ein zentraler Dienstleister der deutschen Kreditwirtschaft.
So verhalten sich Betroffene richtig
Beim Verlust der Karte sollten Bankkunden das Konto sofort sperren lassen. Eine Übersicht aller entsprechenden Notrufnummern bietet der "SOS-Infopass", so die Gesellschaft Euro Kartensysteme. Darauf sind alle wichtigen Rufnummern für eine Kartensperrung und weitere hilfreiche Notrufnummern aufgelistet. Die Bankkarte kann entweder direkt beim eigenen Kreditinstitut oder unter den zentralen Rufnummern gesperrt werden. Diese sind täglich rund um die Uhr erreichbar.
Anzeige bei der Polizei erstatten
Karteninhaber sollten Bankleitzahl sowie Kontonummer bereithalten und den Zeitpunkt der Sperrung notieren. Im Fall eines Diebstahls ist es wichtig, sofort Anzeige bei der Polizei zu erstatten und das Protokoll gut aufzubewahren. Betroffene sollten sich zudem den Zeitpunkt und den Namen des Beamten notieren, der die Anzeige aufgenommen hat. Der SOS-Infopass kann im Internet unter http://www.kartensicherheit.de heruntergeladen werden.