BASF schickt Mitarbeiter in Kurzarbeit (Quelle: dpa)Der Chemiekonzern BASF schickt in den kommenden Monaten vorerst nur 1000 Beschäftigte am Standort Ludwigshafen in Kurzarbeit - dafür aber länger als bisher geplant. Für die meisten von ihnen werde die Kurzarbeit im Juni oder Juli beginnen, teilte das Unternehmen mit. Betroffen seien vor allem Produktionsanlagen für Pigmente, Zwischenprodukte, Petrochemikalien und Anorganika.
Arbeitszeit soll bis zu 100 Prozent reduziert werden
Vor einem Monat war das Unternehmen noch von 2000 bis 3000 Kurzarbeitern in Ludwigshafen ausgegangen. Die geringere Zahl heiße aber nicht, dass es Entwarnung gebe, betonte eine Sprecherin. Die Kurzarbeit sei nur anders verteilt worden. War zunächst angedacht, die Arbeitszeit von etwa 2000 Beschäftigte um jeweils 20 Prozent zu reduzieren, so hat sich das Unternehmen nach einer Analyse nun umentschieden. Die etwa 1000 betroffenen der insgesamt knapp 33.000 Beschäftigen am Standort sollen ihre Arbeitszeit nun um 20 bis 100 Prozent reduzieren.
Produktionsauslastung noch sehr gering
BASF-Personalvorstand Harald Schwager erklärte: "Die Auslastung vieler Anlagen ist seit Jahresbeginn auf sehr niedrigem Niveau geblieben und wir sehen auch für die Sommermonate keine Besserung." Derzeit sind in Europa bereits etwa 5200 BASF-Beschäftigte an 19 Standorten in Kurzarbeit.
Umsatzeinbruch im ersten Quartal
Der Umsatz der BASF sank im ersten Quartal um 23 Prozent auf 12,2 Milliarden Euro berichtete der Konzern in der vergangenen Woche. Der Gewinn (Ebit) vor Sondereinflüssen ging sogar um 58 Prozent auf 985 Millionen Euro zurück. Das Nettoergebnis sackte um 68 Prozent auf 375 Millionen Euro ab.