16.04.2010, 08:50 Uhr | AFP
Die Nabucco-Gaspipeline soll 3300 Kilometer lang werden (Foto: imago)
Der Bau der Gaspipeline Nord Stream zwischen Russland und Deutschland hat begonnen. Wie die Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Berufung auf Mitarbeiter des russischen Gasriesen Gazprom berichtete, wurde das Milliardenprojekt unter der Ostsee mit der Verlegung der ersten Röhre in Gang gesetzt. Der russische Präsident Dmitri Medwedew will an der offiziellen Eröffnungszeremonie am Freitag teilnehmen.
Die Planungen für die Pipeline Nord Stream laufen seit Jahren. Sie soll für Westeuropa eine höhere Energiesicherheit gewährleisten. Wiederholt gab es in den vergangenen Jahren Streit um die Lieferung russischen Gases durch eine Transit-Pipeline von Russland über die Ukraine in den Westen.
Das Nord-Stream-Projekt ist auf 7,4 Milliarden Euro veranschlagt. Die Pipeline wird 1220 Kilometer lang sein und vom russischen Wyborg an die deutsche Ostseeküste bei Greifswald führen. Beteiligt sind neben dem Mehrheitseigner Gazprom auch das deutsche Gasunternehmen E.ON Ruhrgas und die BASF-Tochter Wintershall sowie die niederländische Firma Gasunie. Die Pipeline soll über Hoheitsgebiete von Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland verlaufen.
Ende 2011 solle das erste Erdgas durch die Pipeline fließen. Die Abnehmer sitzen in Deutschland, Dänemark, den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Großbritannien. Nach der Fertigstellung einer zweiten Röhre sollen 2012 pro Jahr 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas von Russland nach Westen gepumpt werden. Das entspricht elf Prozent des Gesamtbedarfs der EU. Nach Angaben von Nord Stream können damit 26 Millionen Haushalte in Europa versorgt werden.
In den vergangenen Jahren hatte Russland wiederholt mit Lieferstopps gedroht und sogar tatsächlich den Gashahn zugedreht, weil die Ukraine ihre russischen Gaslieferungen nicht vertragsgemäß bezahlte. Davon war auch die Lieferung nach Westeuropa betroffen. In den Baltenrepubliken und vor allem in Polen hatte das Nord-Stream-Projekt scharfe Kritik hervorgerufen, weil sie befürchten, dass ihnen der Gashahn zugedreht werden könnte, wenn sie nicht mehr als Transitländer benötigt werden. Bedenken gegen den Bau der Pipeline gibt es auch von Umweltschützern.
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AFP
Skeptiker schrieb:
am 7. April 2010 um 17:42:35
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Abhängigkeit
Wir erleben es ja auch im eigenen Land. Mit Strom, Gas und Öl ist das Volk erpressbar.
lassen sich Riesengewinne machen.
Russland will von dem Kuchen auch etwas
abhaben. Russland ist das letzte Land, was nicht Gas dazu benutzt, auch politisch
Druck auf Europa auszuüben. Schröder ist dabei ein Handlanger.
Ich kann mich z.B. noch an ein Ölembargo der Russen in der Vergangenheit erinnern!!!
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B. Ush schrieb:
am 7. April 2010 um 15:49:34
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Unabhängigkeit
Europa sollte für sich selbst sorgen lernen - die Gas.Pipeline ist ein guter weiterer Schritt in die richtige Richtung.
Ich
halte es aber auch für legitim, dass die EU mehr an sich selbst denkt.
Die Politiker sollten wissen was sie tun: unnötigen Aufwand vermeiden: Afghanistan ist ein big Fake und stattdessen atomar aufrüsten mit Langstreckenraketen. Lasst Onkel Sam tun wonach ihm zumute ist - ich habe ja nichts gegen Coke-Verkauf und Burger-Buden - aber ich sehe die Autonomie der EU in Gefahr.
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Meinung schrieb:
am 7. April 2010 um 12:39:55
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Energie --Gas
Deutschland braucht Energie & Rohstoffen ( Weil -- wir haben nix ) - für Gas gibt es keinen Alternative--
also Genehmigt .
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