04.01.2011, 14:12 Uhr | dapd
Gerhard Sonnleitner leitet seit 1997 den Deutschen Bauernverband (Foto: imago) (Quelle: imago)
Bauernpräsident Gerhard Sonnleitner hat für 2011 steigende Preise in seiner Branche vorausgesagt. "Die Lebensmittelpreise werden aufgrund weltweit steigender Nachfrage kontinuierlich anziehen. Ich schätze, dass dies aber nicht über die allgemeine Inflationsrate hinaus gehen wird", sagte er der "Bild"-Zeitung.
Obwohl die Krise in der Landwirtschaft in diesem Jahr überwunden werde, sagte Sonnleitner über die hohen Agrarsubventionen der EU: "Es sind 36 Prozent des gesamten EU-Haushaltes von gut 126 Milliarden Euro." Dies sei "gut angelegtes Geld für eine halbe Milliarde EU-Verbraucher".
Verursacher der Subventionen seien "zu einem großen Teil" die Billigpreise der Discounter. "Der deutsche Verbraucher kann sich so gesund, so vielfältig, so sicher und so preisgünstig ernähren wie noch niemals zuvor." Damit dies im internationalen Wettbewerb so bleibe, müsse "ein gewisser Ausgleich" geschaffen werden. "Das Hauptproblem ist, dass wir zu wenig Esskultur in Deutschland haben", sagte der Bauernpräsident. "Ökologisch wie konventionell wirtschaftende Bauern brauchen kostendeckende Preise. Italiener oder Franzosen verbinden Essen viel mehr mit Genuss und Geselligkeit und zahlen bessere Preise."
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Einen Hauptgrund für die Kritik an der Bezuschussung sieht Sonnleitner darin, dass sich viele Menschen eine "idyllische Landwirtschaft wünschen". Auch die TV-Sendung "Bauer sucht Frau", die "mit dem Klischee der Museums-Landwirtschaft" spiele, sei "fürs Image eher kontraproduktiv". Es werde übersehen, "dass mehr als fünf Millionen Menschen in und mit der Erzeugung von Nahrungsmitteln ihren Arbeitsplatz in Deutschland erhalten. Die Land-, Agrar- und Ernährungswirtschaft ist bedeutender als die Automobilindustrie."
Quelle: dapd
Verbraucherin schrieb:
am 10. Januar 2011 um 12:06:04
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Bauernpräsident (gehört auch dazu) - was
sind das alles nur für Quatschguschen! Ich habe mal eine Frage, wo kaufen denn unsere Politiker
überhaupt ein? Haben die einen Privatfleischer - oder -bäcker usw. in ihrem Regierungsgebäude?? Eigentlich müsste die doch auch Angst haben, vergiftet zu werden. Aber komisch, das haben sie erstaunlicherweise nicht. Eigenltich müssten doch sofort einige, wie Aignmer entlassen werden - oder nicht? Das stimmt doch was nicht!
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rudi schrieb:
am 9. Januar 2011 um 17:07:58
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Hof Finken
Wenn faire Preise hermüssen, dann muss aber auch faire Ware her. Solange diese Futtermischungen existieren, solange darf es keine
Preiserhöhungen geben. Nicht nur, dass die Bauern ihre Tiere vergiften, sie vergiften auch den Verbraucher. Und dafür wollen sie auch noch Geld. Aber die Bauern lamentieren schon seit Jahrzehnten. Und das immer mit vollen Taschen.
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silera schrieb:
am 9. Januar 2011 um 09:46:16
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steigende lp
Muß ja zwangsgsläufig steigen.Im Fleisch und in Eiern ist ja auch mehr drin.Im Fleisch ist ja außer Dioxin auch Anabolika und
Penecilin nachgewiesen worden.Man kann ja heute schon wählen zwischen Klebefleisch,Genmanipuliertem oder Gammelfleisch.Wobei das letztere schön abgehangen ist.Mittlerweile kann man wählen ob man durch Umwelteinflüsse ,oder strahlenden Restmüll,oder Lebensmittel vergiftet werden will.Und da diskutiert man in Deutschland über Sterbehilfe.
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