
15.03.2011, 08:53 Uhr | cs
Bausparkassen bieten laut "Finanztest" die besten Konditionen für die Baufinanzierung (Foto: imago) (Quelle: imago)
Bausparkassen schlagen klassische Bankkredite bei der Baufinanzierung. Die Zeitschrift "Finanztest" hat Angebote zur Eigenheimfinanzierung mit einer Laufzeit von rund 20 Jahren geprüft (Finanztest 04/2011). Demnach war es seltenso günstig wie heute, die eigenen vier Wände zu finanzieren. Dabei schlagen Bausparkassen mit Kombikrediten jedes Bankangebot. Bei den klassischen Immobilienkrediten gab es Zinsunterschiede von bis zu 36.000 Euro. Vor allem dank der lohnenden Riester-Förderung boten die Angebote langfristig niedrige Zinsen. Doch für Bauherren gibt es auch einen Haken bei den Offerten der Bausparkassen. (Hier finden Sie die passende Finanzierung für Ihr Projekt.)
Die Tester prüften Angebote für Immobilienkredite von 89 Banken, Bausparkassen, Versicherungen und Vermittlungsgesellschaften. Sie legten ihren Schwerpunkt dabei auf Kredite mit langer Zinsbindung. Denn obwohl die Zinsen umso höher sind, je langer das Darlehen läuft, sind die Aufschläge für Angebote mit selbst langer Zinsbindung zur Zeit gering. Vorteil für Bauherren: Sie sichern sich die sensationell günstigen Zinsen auf lange Zeit. Zinserhöhungen müssen sie nicht fürchten und am Ende der Laufzeit haben sie ihre Schuld meist komplett abgegolten.
Das Topangebot im Test kam von der LBS Rheinland-Pfalz. Sie bietet für den Modellfall einen Effektivzins von 3,87 Prozent für das 150.000-Euro-Darlehen. Aber auch die anderen Landesbausparkassen boten meist günstige Angebote. Schlusslichter bei den Bausparkassen waren Wüstenrot, LBS Nord und die BHW, die alle über fünf Prozent lagen. Bei den Angeboten handelte es sich um Kombikredite mit Riesterförderung über eine Laufzeit von 18 und mehr Jahren.
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Bei einem Kombikredit koppelt die Bausparkasse einen klassischen Bausparvertrag mit einem Darlehen. Die Zinsen werden meist bereits bei Vertragsabschluss für die gesamte Laufzeit festgelegt. Statt zu tilgen, spart der Kunde in einen Bausparvertrag. Dieser löst dann das Darlehen nach der Ansparphase ab. Besonderer Vorteil für Riester-Nutzer: Einige Bausparkassen bieten ihre Riester-Kombikredite mit Vorzugszinsen an. So gewährt die LBS Rheinland-Pfalz bei ihrem Angebot einen Zinsrabatt von rund 0,3 Prozentpunkten. Außerdem bieten alle Riester-Varianten staatliche Zulagen und Steuervorteile, die den Zins zusätzlich drücken.
Allerdings haben die Angebote einen Haken: Die Bausparkassen setzen auf Sicherheit und vergeben ihre Topverträge nur an Bauherren mit ausreichend Eigenkapital. 20 bis 30 Prozent der Finanzierungssumme sind hier Bedingung. Wer das Geld nicht hat, muss auf die teureren Kredite der Banken ausweichen. Außerdem profitieren Riester-Nutzer von der Förderung und den Steuervorteilen nur, wenn sie bis zur Rente selbst in dem Eigenheim wohnen.
Bei den herkömmlichen Riester-Darlehen mit vergleichbarer Zinsbindung boten gleiche eine Reihe von Anbietern gute Zinsen. Zu nennen sind hier etwa die Interhyp, die Allianz oder die comdirect bank. Hier zahlen Häuslebauer allerdings einen Effektivzins von 4,46 Prozent und damit fast 0,6 Prozentpunkte mehr als bei den Kombiangenboten der Bausparkassen. Auch hier können Häuslebauer mit der Riesterförderung ihre Zinsen drücken.
Eine lohnende Variante für die Eigenheimfinanzierung sind Bankkredite in Verbindung mit einem KfW-Förderdarlehen. Hier rät "Finanztest", die Angebote genau zu vergleichen. So lag der Zinsunterschied bei einem Bankdarlehen von 180.000 Euro und einer Laufzeit von 15 Jahren zwischen dem billigsten und teuersten Anbieter bei rund 36.000 Euro. Und beim flexiblen Kredit mit Ratenwechsel mit identischem Bankdarlehen und einer 10-jährigen Zinsbindung betrug der Zinsunterschied beim "Finanztest"-Modellfall zwischen billigstem und teuerstem Anbieter knapp 13.000 Euro.
Weitere Informationen finden Sie in "Finanztest" (04/2011) oder unter test.de
Quelle: t-online.de
Peter § schrieb:
am 15. März 2011 um 15:33:59
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Querdenker
Tja Querdenker nicht das Du denkst du bist hier der Krösus. Ich hatte eine ETW, dazu noch RH & EFH in Florida. Ein 2 1/2
Familienhaus mit einer Grundstücksfläche von 4600qm steht in den nächsten 5-10 Jahren auch noch zum Verkauf. Ist mein Elternhaus,das einzige was ich damit habe sind Unkosten und eine Menge Arbeit. Der Verkaufspreis wäre 70 € für den Quadratmeter, 3 Garagen,eigener Wald mit Bachlauf,Gartenteich,keine Nachbarn, Wiese für Bolz oder Tennisplatz,bei Augsburg.Willst Du einsteigen ?
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Fair Mieder schrieb:
am 15. März 2011 um 14:51:21
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Nicht ins Unglück stürzen !
Wohnen im Eigenheim ist das teuerste, was es gibt ! Selbst bei niedrigen Darlehenszinsen von 4% kommt noch die
Abnutzung des Heimes von noch einmal etwa 4% dazu, d.h. die 200.000 € - Hütte kostet etwa 16.000 € im Jahr bzw. 1.333 € im Monat kalt. Dafür kann man aber bessere Objekte mieten !
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Schakal schrieb:
am 15. März 2011 um 14:29:53
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@Querdenker
Kann man so nicht verallgemeinern und ist auch nicht die Regel! Für den ganz "normalen" Bürger wird es schwer eine Immobilie zu
finanzieren. Am besten wenn möglich durch sparen Eigenkapital bilden und dann irgendwann einmal wenn die Eigenkapitalrate groß genug ist bauen. Wer eine privat genutzte Immobilie weitgehend (70%-100 %) finanziert hat langfristig wenig Spass daran. Was bringt es ein Haus zu finanzieren und durch den Zins 2-2,5 mal den Herstellungspreis bezahlen? Es ist Unsinn!
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