02.03.2010, 10:05 Uhr | dpa-AFX
Das mehrere hunderttausend Euro hohe Gehalt des neu gewählten bayerischen Sparkassen-Präsidenten Theo Zellner (CSU) sorgt für Aufregung. SPD-Landtagsfraktionschef Markus Rinderspacher forderte Zellner auf, sich mit 225.000 Euro jährlich zu begnügen. "450.000 Euro als Jahresgehalt für den Sparkassenpräsidenten empfinden die Menschen in Bayern als unanständig", sagte Rinderspacher. Zellner solle "von sich aus von seiner XXL-Ausstattung mit Goldkante Abstand nehmen" und die Initiative für eine Halbierung seiner Bezüge ergreifen, verlangte Rinderspacher. "Es kann nicht angehen, dass Zellner das Mehrfache der Bezüge von bayerischen Oberbürgermeistern und des Ministerpräsidenten einsteckt", betonte der SPD-Politiker.
Zellner war am Freitag zum Nachfolger von Siegfried Naser gewählt worden, der wegen des Desasters bei der BayernLB zurückgetreten war. Für das Amt des Sparkassen-Präsidenten, das er am 1. April antritt, hatte er sich selbst vorgeschlagen und damit Kritik ausgelöst. Der 61-Jährige ist seit fast einem Jahrzehnt Chef des Landkreistags.
Die "Süddeutsche Zeitung" hatte berichtet, dass nach der Kritik an Nasers Bezügen in Höhe von etwa 600.000 Euro das Gehalt nun auf 450.000 Euro reduziert werden soll. Zellner selbst hält sich dazu weiter bedeckt. Er erklärte, er sei an der Entscheidung des Vorstandes über die Gehaltsfrage nicht beteiligt gewesen, es sei eine nicht öffentliche Sitzung gewesen. "Wenn andere daraus plaudern, sollen sie es machen", sagte er dem "Münchner Merkur".
Rinderspacher bedauerte, dass der Sparkassenverband mit dem Volksschullehrer Zellner nun abermals einen Politiker "ohne ausgewiesenen Banksachverstand" an seiner Spitze habe. "Wenn jedoch ein Politiker den Verband im politischen Sinne führen soll, muss er in der Konsequenz wie ein Politiker bezahlt werden", forderte er.
Rinderspacher forderte den Erlanger Oberbürgermeister Siegfried Balleis (CSU) auf, unverzüglich seinen Verzicht auf eine Kandidatur um das Amt des Sparkassen-Präsidenten 2014 zu erklären. Das gute Image der Sparkassen dürfe nicht dadurch Schaden nehmen, "dass sündhaft teure Austragsstüberl innerhalb der CSU wie Luxus-Erbhöfe verschoben" würden. Balleis hatte in letzter Minute auf eine Kampfkandidatur gegen Zellner verzichtet. Als Gegenleistung soll Balleis dann dem Vernehmen nach im Jahr 2014 den Posten übernehmen.
Eine Fusion der Landesbanken von Bayern und Baden-Württemberg zu einer Südbank ist nach Einschätzung Zellners noch nicht vom Tisch. Die Frage werde auch in Zukunft ein Thema sein, sagte Zellner dem "Münchner Merkur". "Da sollten wir als Sparkassen nicht nur zuschauen, sondern uns auch konstruktiv einbringen." Über eine Fusion der BayernLB mit der LBBW in Stuttgart wird seit Jahren diskutiert.
Vor ihrer schweren Krise gehörte die BayernLB je zur Hälfte dem Freistaat Bayern und den bayerischen Sparkassen. Im Zuge eines radikalen Umbaus mit milliardenschweren Kapitalspritzen und Garantien durch Bund und Land wurde der Anteil der Sparkassen aber reduziert, um sie nicht weiter zu belasten. Inzwischen sind die Sparkassen nur noch mit knapp 4,2 Prozent an der BayernLB beteiligt.
Quelle: dpa-AFX , t-online.de
helmers schrieb:
am 3. März 2010 um 10:38:21
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Gehalt Sparkassenpräsident
Die Selbstbedienungsmentalität aller mit politischen Ämtern versehenen Personen wird in einer Parteiendiktatur niemals zu Ende gehen.
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Syrka schrieb:
am 2. März 2010 um 01:31:05
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Banker
es geht weiter so, Deutschland ist noch nicht flach am Boden, was die Krise nicht geschafft hat, das schaffen die Banker. Sie wollen
es wissen, auf kosten der Steurzahler und das Rad dreht sich weiter, bis es einmal stehen bleibt und die Banker kein Gehalt mehr bekommen. Was dann? Dann ist Deutschland Bankrott, ich weis bloß nicht ob wir dann vor Griechenland stehen oder gleich dahinter. Was machen dann die Banker, zahlen Sie uns den Lohn?
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hannes schrieb:
am 1. März 2010 um 18:39:57
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Sparkassenpräsident
Das aus der Nazi-Zeit stammende Sparkassengesetz mit den "Sonderprivilegien" muss auf den Müll. Die Sparkassen müssen
verpflichtet werden, absofort ihre Gewinn voll an ihre Eigentümer (Städte,Landkreise) auszuschütten. WIR WOLLEN UNSER GELD ZURÜCK, dass die Sparkassen (zig Milliarden) als Miteigentümer der Landesbanken verzockt haben. Die Gehälter der Sparkassenvorstände und Präsidenten runter.
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