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Beckstein: BayernLB droht Vier-Milliarden-Verlust

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Beckstein: BayernLB droht Vier-Milliarden-Verlust

29.03.2008, 15:26 Uhr | dpa-AFX / T-Online

BayernLB (Foto: ddp) BayernLB (Foto: ddp) Schon seit Monaten spekuliert die Finanzwelt über die Auswirkungen der Finanzkrise auf die bayerische Landesbank, BayernLB. Auch diese Bank hatte auf US-Hypotheken gesetzt und dabei viel Geld verloren. Der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein hat nun gegenüber dem "Nordbayerischen Kurier" eingeräumt, dass der Bank sogar noch drastischere Verluste drohen, als bislang angenommen. Er halte eine Belastung von vier Milliarden Euro für möglich.

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BayernLB will am Donnerstag Auskunft geben
Er sei sich sicher, dass die Belastungen deutlich über die bisher eingeräumten 1,9 Milliarden Euro hinausgingen, zitierte die Zeitung Beckstein. Die Bank will am kommenden Donnerstag bei der Bilanz- Pressekonferenz über die Auswirkungen der internationalen Finanzkrise berichten. Beckstein bestätigte mit seinem Eingeständnis indirekt die jüngsten Annahmen der Ratingagentur Moody`s.

Moody`s erwägt Herabstufung
Bereits vor einigen Tagen hatte die Ratingagentur über neue Milliardenbelastungen der Bank spekuliert. Angesichts der Größe des BayernLB-Engagements bei "strukturierten Wertpapieren" könnten sich die bisher auf 1,9 Milliarden Euro bezifferten Belastungen "mehr als verdoppeln". Daher werde eine mögliche Herabstufung des Finanzstärke-Ratings der Bank geprüft, das bisher bei "C-" liege, teilte Moody`s am vergangenen Dienstag mit.

Landesbank will offenbar Risiken auslagern
Unterdessen will die BayernLB nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ("FAZ") die Milliarden-Risiken aus ihrer Bilanz auslagern und dafür Bürgschaften ihrer Eigentümer einholen. Die zweitgrößte deutsche Landesbank plane die Gründung einer Gesellschaft, die ihr rund 20 Milliarden Euro an riskanten Wertpapieren abnehmen solle, berichtete die "FAZ" (Samstagsausgabe) unter Berufung auf Finanzkreise. Die BayernLB gehört jeweils zur Hälfte dem Land und den bayerischen Sparkassen. Die Bank müsse für die Bürgschaften zur Absicherung der neuen Gesellschaft einen als marktüblich bezeichneten Preis bezahlen, hieß es. Die Auslagerung der Risiken gelte dennoch als europarechtlich schwierig. Der Vorteil für die Bank wäre, dass in ihrer Bilanz keine weiteren Wertberichtigungen anfielen.

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Quelle: t-online.de

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