28.03.2011, 13:36 Uhr | dapd, dpa
Deutschland steht vor einem massiven Ausbau des Stromnetzes (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
In den kommenden Jahren steht Deutschland vor einem massiven Ausbau des Stromnetzes. Mit milliardenschweren Investitionen soll der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromversorgung deutlich erhöht werden. In der Öffentlichkeit gibt es angesichts der Pläne Befürchtungen, dass dadurch letztlich der Strom deutlich teurer wird. Doch die Bundesnetzagentur gibt Entwarnung: Der Präsident der Behörde, Matthias Kurth, sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Die gute Nachricht für die Verbraucher ist, dass die Kosten für Bau und Betrieb von Höchstspannungsleitungen derzeit nur etwa 2,5 Prozent des Strompreises ausmachen."
Die gesamten Netzkosten bildeten inzwischen nur noch ein Viertel des Strompreises. Nur etwa jeder zehnte für das Netz zu zahlende Euro fließe in die Fernstraßen des Stromnetzes. "Die jetzt notwendigen Investitionen in die Stromautobahnen zum landesweiten Transport von Ökoenergie werden sich also nur moderat auf den Strompreis auswirken", versicherte Kurth.
Hinzu komme, dass die Kosten eines Netzausbaus gestreckt über Betriebsdauer und Abschreibungen einiger Jahrzehnte beim Verbraucher refinanziert würden.
Der Chef der Netzagentur geht davon aus, dass der für eine Energiewende erforderliche Netzausbau um mehrere Tausend Kilometer Leitungen "mindestens 20 bis 30 Milliarden Euro in den kommenden zehn Jahren" kosten werde. Sollten die Netzbetreiber dabei verstärkt auf Erdkabel setzen, könnten die Kosten noch deutlich höher liegen, weil "Erdkabel circa zehnmal so teuer sind wie Freileitungen".
Vielerorts stößt der Ausbau der Netze aber auf massiven Widerstand. Bürgerinitiativen beklagen die Verschandelung der Landschaft durch neue Hochspannungsleitungen. Um den Netzausbau zu beschleunigen, erwägt die Bundesregierung inzwischen ein neues Gesetz. So sollen mit einem "Netzausbau-Beschleunigungsgesetz" Genehmigungsverfahren verkürzt und vereinheitlicht werden.
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Quelle: dpa , dapd
IK schrieb:
am 26. März 2011 um 16:21:43
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Netzagentur
Neue Stromnetze für 30 mrd? Warum den nicht. Es ist bestimmt gesünder neben Hochspannungsleitung mit einem hohen magnetischen
Feld zu schlafen als neben AKW. Seht ihr, so einfach ist der Umweltschutz bei den Grünen
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Eva schrieb:
am 26. März 2011 um 13:58:46
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ws soll die Beruhigungspille
es wird wesentlich teurer, ganz bestimmt.
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Ohne Illusionen schrieb:
am 26. März 2011 um 12:08:12
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Kaum höhere Strompreise
Det gloobs'ste wohl selba nich. Die Stromkonzerne werden sich doch nicht die Gelegenheit entgehen lassen, erneut
kräftig zuzulangen. Morgen und in den nächsten Monaten sind Wahlen, da wird nichts geschehen, aber dann...
Und das Kartellamt sieht, staunend offenen Maules, zu. Schwarz-Gelb hat denen sicher verboten, aktiv zu werden. Und Rot-Grün ? Da wird erst recht kassiert.
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