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Behörde rechnet wegen Netzausbau mit höheren Strompreisen

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Behörde rechnet wegen Netzausbau mit höheren Strompreisen

09.05.2011, 17:51 Uhr | dapd

Für die Energiewende müssen neue Stromnetze her (Foto: imago) (Quelle: imago)

Für die Energiewende müssen neue Stromnetze her (Foto: imago) (Quelle: imago)

Der Ausbau des Stromnetzes wird nach Auffassung der Bundesnetzagentur zu einem Preisanstieg bis 1,5 Cent je Kilowattstunde führen. "Wir rechnen mit 20 bis 40 Milliarden Euro an Kosten", sagte Behördenchef Matthias Kurth der "WAZ"-Mediengruppe. Die Deutsche Energie-Agentur Dena sprach sich angesichts des Atomausstiegs für neue Gas- und Kohlekraftwerke aus. Photovoltaik und Windkraft stünden nicht immer gesichert zur Verfügung, sagte Dena-Chef Stephan Kohler im ARD-"Morgenmagazin".

Kosten für Stromtrassen "beherrschbar"

Kurth sagte weiter, der Betrag verteile sich aber über viele Jahre. Die Kostensteigerung infolge zusätzlicher Stromtrassen sei "beherrschbar". Kurth warnte zudem vor einer Abschaltung von weiteren Kraftwerken. "Ein Spielraum für weitere Abschaltungen von Kraftwerken - egal welcher Art - ist nicht mehr vorhanden", sagte er demnach. "Unser Puffer bei der Stromerzeugung ist nicht mehr vorhanden, wenn wir eine besonders hohe Nachfrage nach Strom haben." Wenn weitere Atomkraftwerke vom Netz gingen, wäre Deutschland auf Stromimporte angewiesen.

Warnung vor Lieferengpässen

Kurth warnte dabei vor Lieferengpässen: "Auch im Ausland ist der Strom nicht immer und an allen Tagen in dem Maße vorhanden, wie es nötig wäre." Schließlich gingen auch in den Nachbarländern einige Atomkraftwerke wegen Revisionen vom Netz und einige Länder seien schon jetzt von Importen abhängig. Um eine sichere Versorgung zu gewährleisten, sind nach Dena-Berechnungen neue Gas- oder Steinkohlekraftwerke mit einer Kapazität von 10.000 bis 12.000 Megawatt nötig.

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Strom aus Tschechien und Frankreich

Derzeit würden etwa 2000 bis 2500 Megawatt Strom - vor allem Braunkohlestrom aus Tschechien und Atomstrom aus Frankreich - aus dem Ausland importiert. Es sei jedoch wichtig, dass "sehr schnell" überprüft werde, wie die Lage im kommenden Winter aussehen könnte, wenn der Stromverbrauch höher ist als im Frühjahr und Sommer.

Thema Energiepolitik im Kanzleramt

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) trifft sich am heutigen Montag mit den Bundestags-Fraktionschefs zu einem Gespräch über die künftige Energiepolitik im Kanzleramt. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) trifft gleichzeitig seine Länderkollegen zu den Themen Netzausbau, Kraftwerken und Speichertechnik.


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Quelle: dapd

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Kommentare (3)

zum Forum

Thema: "Behörde rechnet wegen Netzausbau mit höheren Strompreisen"

Oberlausi schrieb: am 9. Mai 2011 um 14:46:41
(0) (0) Strompreis
Ich kann mich erinnern das ein großer Teil der letzten Strompreiserhöhungen mit nötigen Investitionen in die "maroden"
Leitungsnetze begründet wurden.
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Nanu! schrieb: am 9. Mai 2011 um 13:49:17
(0) (0) Strompreise
In DE werden ca. 590 Milliarden kWh pro Jahr verbraucht. Würde die Last gleichmäßig verteilt, würden bei nur 1 Cent/kWh
Aufschlag bereits 5,9 Milliarden zusammenkommen. Auf wie viele Jahre wird der Ausbau verteilt? Wie Lange soll die Amortisation dauern? Auf jeden Fall wäre bei 30 Milliarden Euro an Kosten, DAS ganze nach ca. 5 Jahre (bei 1 Cent Aufschlag) bezahlt. Zu befürchten ist jedoch, dass danach weiterhin abkassiert wird.
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robbe schrieb: am 9. Mai 2011 um 13:14:42
(0) (0) Kosten
Jahrelang nichts investiert und jetzt die Kunden abzocken. Alles nur staatlich geförderte Verbrecher.

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