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Bei Volkswagen stehen die Bänder still

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Bei Volkswagen stehen die Bänder still

23.02.2009, 08:22 Uhr | cs

Absatzflaute pur: Bei VW ruht die Arbeit (Foto: ddo) Absatzflaute pur: Bei VW ruht die Arbeit (Foto: ddo)Bei Europas größtem Autobauer Volkswagen gibt es erstmals seit 25 Jahren Kurzarbeit. Von Montag an bleiben die Bänder vor allem im Fahrzeugbau für fünf Tage stehen. Betroffen sind rund 61.000 der 92.000 Beschäftigten in den deutschen Werken. Dabei ist VW nicht der einzige deutsche Autobauer, den die Absatzkrise auf dem Automarkt nun immer stärker in Mitleidenschaft zieht.

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VW: Absatzeinbruch um zehn Prozent

Volkswagen rechnet für das laufende Jahr angesichts der trüben Branchenaussichten mit einem konzernweiten Absatzeinbruch um zehn Prozent. Ein VW-Sprecher sagte, die Kurzarbeit betreffe vor allem die Fahrzeuge produzierenden Werke, also das Stammwerk Wolfsburg sowie die Fabriken in Emden, Hannover, Zwickau und Dresden. Keine Angaben gab es darüber, wie stark die Autoproduktion sinken soll. Aufgrund der Abwrackprämie sind zur Zeit vor allem die VW-Kleinwagen Fox und Polo gefragt, die nicht in Deutschland gebaut werden.

Überstundenkonten bei VW sind aufgebraucht

Der Betriebsrat hatte der Kurzarbeit zugestimmt. Betriebsratschef Bernd Osterloh sagte, die aktuelle Marktlage habe auch Auswirkungen auf VW. Die Überstundenkonten seien mittlerweile weitestgehend abgebaut. Den Beschäftigten entstünden keine Nachteile, denn VW stocke das Kurzarbeitergeld weitgehend auf.

Nicht alle VW-Sparten betroffen

Die Sparte Forschung und Entwicklung sowie Teile der Komponentenfertigung bleiben von der Regelung unberührt. Auch Aus- und Weiterbildung laufen weiter. Nach der Kurzarbeitsphase wird die Arbeit mit der Nachtschicht am 1. März wieder aufgenommen.

VW erzielte 2008 noch eine Absatzrekord

Europas größter Autobauer hatte im vergangenen Jahr gegen den Branchentrend noch einen Absatzrekord erzielt. Der Konzern lieferte weltweit 6,23 Millionen Fahrzeuge aus. Das waren 0,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Allerdings hatte VW im Jahresverlauf deutlich an Wachstumstempo verloren.

Autobauer kämpfen mit Überkapazitäten

Auch andere Autobauer wie BMW und Daimler greifen zu Kurzarbeit, um angesichts der dramatischen Absatzkrise vor allem in den wichtigen Märkten USA, Westeuropa und Japan gegen Überkapazitäten zu kämpfen. Viele Zulieferer haben ebenfalls ihre Produktion gedrosselt und schicken die Belegschaften in Kurzarbeit.

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Quelle: dpa , t-online.de

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