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Beiersdorf hält Dividende stabil

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Beiersdorf hält die Dividende stabil

03.03.2011, 13:57 Uhr | dpa-AFX

Kosmetik von Beiersdorf (Foto: imago)Produkte von Beiersdorf (Foto: imago)Schmerzensgeld für die Aktionäre: Der Nivea-Hersteller Beiersdorf will trotz eines Gewinnrückgangs im vergangenen Jahr seinen Aktionären eine stabile Dividende zahlen. Für das Geschäftsjahr 2010 sollen die Anteilseigner wie im Vorjahr 0,70 Euro je Aktie erhalten, wie der Hamburger Konzern bei der Vorlage seiner Bilanz mitteilte. Im vergangenen Jahr hatten Wertberichtigungen in China, aber auch Kosten für den weiteren Umbau des Pflegegeschäfts den Gewinn belastet. In einem festen Umfeld legte die Aktie nur leicht zu.

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Die Konkurrenz setzt Beiersdorf zu

Beiersdorf spürt in vielen Märkten die Konkurrenz von Unilever oder Henkel und will sich deshalb auf die Marken konzentrieren, in denen der Konzern vorne mitspielt. Artikel die nicht gut laufen, werden aussortiert. Das Make-Up-Geschäft in Deutschland will Beiersdorf in diesem Jahr aufgegeben. Von Marken wie Juvena oder Marlies Möller haben sich die Hamburger bereits getrennt.

Für die ersten Umbaumaßnahmen wurden im Vorjahr Sonderbelastungen in Höhe von 37 Millionen Euro verbucht, weitere 79 Millionen Euro wurden durch Wertberichtigungen in China fällig, wo der Konzern 2007 den Haarpflegespezialisten C-Bons Hair Care gekauft hatte. Der Konzernüberschuss sank im vergangenen Jahr deshalb von 380 Millionen auf 326 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) ging leicht von 587 Millionen auf 583 Millionen Euro zurück. Ohne Sondereffekte legte es auf 699 Millionen Euro zu. Der Umsatz stieg um 7,8 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro. Deutlich wachsen konnte die Klebersparte Tesa, die nach einem Einbruch im Jahr 2009 vom Aufschwung in der Auto- und Elektroindustrie profitierte und zweistellig zulegte.

Beiersdorf will verstärkt investieren

Die Pflegesparte Consumer entwickelte sich regional sehr unterschiedlich. Während beispielsweise in Nord- und Lateinamerika das Geschäft rund lief, blieb das Wachstum in Europa mit Ausnahme von Russland und Großbritannien hinter den Erwartungen des Konzerns zurück. Vor allem der deutsche Markt ist hart umkämpft, weil sich die Konsumgüterbranche auch mit der Konkurrenz der Handelsketten auseinandersetzen muss, die oftmals günstigere Eigenmarken in ihre Regale stellen.

Beiersdorf will deshalb wie bereits im Dezember angekündigt vor allem seine Stammmarke Nivea, die Apothekenmarke Eucerin und das Luxussegment La Prairie durch weitere Investitionen stärken. Die Aufwendungen werden im laufenden Geschäftsjahr das operative Ergebnis belasten. Der Umsatz soll sich stabil halten. Erst 2012 sei wieder mit Verbesserungen zu rechnen. Für das laufende und das kommende Jahr rechnet Beiersdorf mit Sonderbelastungen in Höhe von zusammen rund 150 Millionen Euro, wobei der größte Teil 2011 wirksam werden wird.

Analysten eher unbeeindruckt

Experten bewerteten die Zahlen als unspektakulär. Laut LBBW-Analystin Iris Schäfer entsprachen sie weitgehend den bereits bekannten vorläufigen Eckdaten. Zudem sei der Ausblick bestätigt worden. Um Marktanteile in Westeuropa zurückzugewinnen, sei ein Erfolg der jüngsten Werbekampagne für Nivea notwendig. Es sei aber noch zu früh, deren Werbeeffekte abzuschätzen. Sie blieb daher vorerst bei ihrer Halteempfehlung für die Aktien mit einem Kursziel von 44 Euro.

Auch Analyst Michael Gorny von der WestLB sah die Zahlen im Rahmen der bekannten Eckdaten. Angesichts der verbesserten Cash-Position sei die vorgeschlagene Dividende aber eine leichte Enttäuschung. Da die Aktie sich seit Dezember deutlich schwächer als der DAX entwickelt habe, schienen die jüngsten negativen Nachrichten aber bereits eingepreist. Auf kurze Sicht sollte sich die Stimmung für die Aktie verbessern. Gornys Votum für die Titel lautet deshalb weiterhin "Add" mit einem Kursziel von 50 Euro.


Quelle: dpa-AFX

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