28.05.2010, 14:50 Uhr | Vivien Leue, dpa
Die totale Blamage im Job - das hat fast jeder schon einmal erlebt. (Foto: Imago)
Nur noch im Erdboden versinken - das wünscht sich mancher, der im Job einmal mehr mit beiden Füßen in ein Fettnäpfchen getreten ist und sich am liebsten nie mehr im Büro blicken lassen würde. Die Zeit zurückdrehen, das geht nicht. Doch ganz gleich, wie sehr Sie sich vielleicht blamiert haben: Meist können Sie sich einigermaßen würdevoll aus der Affäre ziehen. Die Experten des Karriereportals careerbuilder.de verraten, wie das funktioniert.
Es gibt wohl niemanden, der bei der Arbeit nicht schon etwas gesagt oder getan hat, das er nur zu gern ungeschehen machen würde. Ein Beispiel der Karriereprofis von careerbuilder.de: Sie schicken einem Freund vom Job aus eine delikate E-Mail - und übersehen, dass auch ein Kollege auf dem Verteiler steht. Peinlicher geht es kaum. Den Kopf in den Sand stecken hilft jetzt nichts. Schieben Sie die Schuld auf irgendetwas, raten die Experten. Herausreden könnten Sie sich etwa mit einer technischen Panne. Zudem unvermeidlich: das Missgeschick umgehend zugeben und sich dafür entschuldigen.
Vorsicht ist auch bei flapsigen Kommentaren über andere Mitarbeiter oder Vorgesetzte angebracht. Was etwa, wenn der Chef hört, wie Sie in der Kantine gegenüber einem Kollegen eine fiese Bemerkung über ihn machen? Eine üble Lage, die sich aber zum Guten wenden kann, erklären die careerbuilder-Fachleute. Der erste Schritt müsse sein, sich zu dem Verhalten zu bekennen und zu entschuldigen. Möglicherweise eröffne sich gerade durch den Fauxpas eine Chance, dem Chef offen zu erklären, warum Sie es schwierig finden, mit ihm zusammenzuarbeiten.
Wie derart unangenehme Situation ausgehen, hängt careerbuilder.de zufolge davon ab, wie weit darüber im Büro gesprochen wird. Ein Fehler, der mit Fassung und Humor hingenommen wird, sei nicht so schlimm wie einer, dem mit äußerstem Schock und Unsicherheit begegnet wird. Und der Betroffene könne dann tatsächlich aus seinem Ausrutscher lernen - sobald die Schamesröte aus seinem Gesicht gewichen sei.
Ein weiterer Tipp von Psychologen für Katastrophen im Job: Nach Bestandsaufnahme und Schadensbegrenzung immer darauf achten, nicht zum zweiten Mal in dasselbe Fettnäpfchen zu treten. In fast jedem Fall ist es demnach ratsam, danach zur Tagesordnung überzugehen, statt auf dem Patzer herumzureiten. Lange Rechtfertigungen verbessern die Stimmung meist ebensowenig - und sind deshalb entbehrlich.
Vivien Leue, dpa
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