Der Benzinpreis fällt. (Foto: ddp)Der Benzinpreis ist auf den niedrigsten Stand seit Januar gefallen. Ein Liter Super kostete am Montag im Durchschnitt 1,35 Euro, wie eine Sprecher des Mineralölkonzerns Aral der Nachrichtenagentur AP mitteilte. Zuletzt war Benzin am 20. Januar so günstig, wie der Sprecher hinzufügte. Diesel kostete im Schnitt 1,28 Euro, das sei der niedrigste Stand seit Ende Februar. Die Verbraucher decken sich derweil auch verstärkt mit Heizöl ein. Unterdessen zogen die Preise für Rohöl nach dem Rettungsplan der G7-Staaten für den Finanzmarkt wieder an.
Konkurrent Shell bestätigte das Preisniveau. Der Aral-Sprecher führte den Preisrückgang auf den scharf gefallenen Ölpreis zurück. Unterdessen ist der Ölpreis nach der Ankündigung milliardenschwerer Rettungspakete europäischer Länder für die Finanzbranche wieder gestiegen: Ein Liter der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kostete um 14.30 Uhr 81,53 Dollar, dies war gegenüber dem Handelsschluss am Freitag in New York ein Plus von 4,54 Prozent. Im Computerhandel in Asien kostete ein Barrel (159 Liter) am Montag noch 80,46 Dollar. Damit bricht der Ölpreis den Abwärtstrend der letzten Woche, nachdem am Freitag mit etwa 78 Dollar pro Barrel der tiefste Stand seit 13 Monaten erreicht worden war. Gegenüber dem Rekordpreis des 11. Juli mit 147,27 Dollar ist der Ölpreis um 45 Prozent gefallen.
Ansturm auf Heizöl
Die fallenden Preise für Ölprodukte treiben auch die Heizölkunden angesichts des nahenden Winters zu den Händlern. "Das Geschäft brummt", sagte der Aral-Sprecher. Im Bundesdurchschnitt kostete ein Liter Heizöl vergangene Woche 79 Cent, wie der Hamburger Fachdienst EID mitgeteilt hatte. Laut EID lag der Heizölpreis seit April nicht mehr so niedrig.