16.05.2011, 19:54 Uhr | dpa
Über 80.000 offene Ausbildungsstellen in Deutschland (Foto: imago) (Quelle: imago)
Bei der Suche nach Auszubildenden müssen Betriebe nach Ansicht von Arbeitsvermittlern flexibler werden. "Die Unternehmen sollten aufhören zu klagen, sie fänden die passenden Jugendlichen nicht", sagte die Chefin der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit, Christiane Schönefeld. Stattdessen sollten die Firmen sich auf die demografische Entwicklung einstellen und überlegen, wie sie die Fähigkeiten der vorhandenen Bewerber besser erkennen und fördern können, sagte Schönefeld. Zeugnisnoten könnten nicht mehr das einzige Auswahlkriterium sein.
Unternehmen sollten mehr Praktikumsplätze anbieten, sagte Schönefeld. "Dann sehe ich ja den Menschen und stelle fest, ob er zum Beispiel pünktlich kommt oder nicht. Das ist ein sehr guter Weg, jemanden besser kennenzulernen." Für schwächere Jugendliche bieten die Arbeitsagenturen auch ausbildungsbegleitende Hilfen an, die für den Betrieb kostenlos sind.
Bei den Arbeitsagenturen in Nordrhein-Westfalen waren bis Ende April rund 80.700 offene Ausbildungsplätze gemeldet, acht Prozent mehr als im Vorjahr. Zugleich gab es 103.300 Bewerber, das ist der niedrigste Stand seit sieben Jahren.
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Die Schulen seien gefordert, den Jugendlichen auch soziale Kompetenzen zu vermitteln. "Wenn das im Elternhaus versäumt wird, sollte es zumindest in der Schule eine große Rolle spielen und gelebt werden: Dass Lehrer darauf achten, dass die Schüler pünktlich zum Unterricht kommen. Dass es Konsequenzen hat, wenn jemand soundso oft seine Unterlagen nicht dabei hat und seine Hausaufgaben nicht gemacht hat", sagte Schönefeld. "Ich glaube, dass die Schulen das erkennen und sich darauf einstellen, wie auch insgesamt das Thema Berufswahl in Schulen eine stärkere Rolle spielt als noch vor ein paar Jahren." In Zukunft müsse die Zusammenarbeit von Schulen und Berufsberatern noch stärker vernetzt werden.
Bei der Berufswahl sollten auch die Jugendlichen flexibel sein und überlegen, ob es neben ihrem Wunschberuf noch Alternativen gibt, sagte Schönefeld. Zum Beispiel sind überdurchschnittlich viele Azubi-Stellen als Verkäufer oder Kaufmann im Einzelhandel frei - obwohl genau dies besonders gefragte Ausbildungsberufe sind. Aber: Viele Jugendliche wollten zwar Verkäufer in Bekleidungs- oder Elektronikgeschäften werden - nicht jedoch in Bäckereien oder Fleischereien.
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Quelle: dpa
Meikel schrieb:
am 16. Mai 2011 um 20:34:55
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@swan
Na klar, öffentlicher ist doch so locker. Krankenschwester, Altenpfleger, Erzieher haben es wirklich leicht: Ü-Std. unbezahlt,
Schichtdienst, Tariflohn weit unter dem was in der freien Marktwirtschaft gezahlt wird - Tendenz sinkend. Und dann die Arbeitsbelastung - möchten Sie nun tauschen? Erst mal nachdenken und hier nicht irgendwelche Klischees breittreten. Den Job, den Sie für Ihre Kinder haben wollen, gibt es nicht mehr. Oder haben Sie etwas gegen anständige Arbeit?
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Beobachter schrieb:
am 16. Mai 2011 um 19:51:50
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Einzelhandel
Ich war gerade einkaufen im Aldi. An der Kasse saß eine Azubi. Sie macht wohl den gleichen Job wie Festangestellte und ist in
der Regel 3 Jahre verfügbar. So kann man auch sparen.
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swan schrieb:
am 16. Mai 2011 um 18:50:00
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Azubis-Suche
Was verdient ein Geselle ein Meister oder eine gut Fachverkäuferin,was haben die für
Arbeitszeiten und Stress und Hecktig die
Gehälter sind miserabel , der Handwerker
oder Einzelhandelsbetrieb kann auch nicht besser zahlen,bleibt dank dem guten Wettbewerb
sowieso schon nichts mehr übrig.
Also schicken wir unsere Kinder in den öffentlichen Dienst,gutes Geld,kein wirklicher Stess,
und früh Feierabend
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