02.08.2011, 07:29 Uhr | sia
Nicht jeder Personaler verträgt die volle Wahrheit (Foto: imago)
Ehrlich währt am längsten, heißt es - zu viel Wahrheitsliebe bei der Bewerbung kann jedoch die Chancen auf den Traumjob schnell zunichte machen. Was zum Beispiel, wenn der berufliche Weg Brüche aufweist oder es am letzten Arbeitsplatz Ärger mit dem Vorgesetzten gab? Eine ungeschönte Darstellung der Situation kann dann schnell das Aus für den Bewerber bedeuten. Wir verraten Ihnen, welche kleinen "Schönheitskorrekturen" im Vorstellungsgespräch erlaubt sind - und Sie weiterbringen.
Die Frage nach dem letzten Chef braucht keinen Bewerber aus der Ruhe zu bringen. Verzichten Sie einfach darauf, sich darüber zu beklagen, dass die Führungskraft nicht die einfachsten Projekte leiten konnte. Stattdessen könnten Sie sagen, Sie hätten bei ihr "viel gelernt". Das ist nicht direkt gelogen, immerhin wissen Sie jetzt wahrscheinlich, wie man am besten mit unfähigen Vorgesetzten umgeht.
Ehrlichkeit zahlt sich weiterhin nicht aus, wird ein Jobkandidat nach seinen Hobbys gefragt, fährt aber am liebsten gefährliche Speedway-Rennen. Das sollten Bewerber ruhig verschweigen und stattdessen lieber Interessen angeben, die mit dem Job in Verbindung stehen - wie eine Tätigkeit in einem Berufsverband.
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Qualifikationen müssen der Wahrheit entsprechen
Wenn es im Bewerbungsgespräch um Qualifikationen und Fachkompetenzen geht, darf der Bewerber allerdings nicht lügen. Mit falschen Angaben riskierten auch bereits eingestellte Mitarbeiter den neuen Job, warnen Personalprofis auf wiwo.de. Denn formal müsse jeder Lebenslauf mit Ort, Datum und Unterschrift des Bewerbers versehen werden. Das unterstreiche, dass die gemachten Angaben der Wahrheit entsprechen. Stimmten diese nicht, könne das - je nach Schwere des Täuschungsversuchs - auch nach der Probezeit zur Kündigung führen.
Lücken im Lebenslauf? Da haken Personaler gern nach. Wer beispielsweise einige Zeit arbeitslos war, sollte wissen, wie er diese Zeit in der Bewerbung am besten darstellt. Experten empfehlen etwa, den Begriff "arbeitsuchend" statt "arbeitslos" zu verwenden beziehungsweise die Zeit ohne Anstellung als "berufliche Neuorientierung" zu beschreiben.
Karriereprofis raten auch zu folgender "Bewerbungskosmetik": Kleinere Lücken fallen demnach kaum auf, wenn der Bewerber die Stationen seines beruflichen Werdegangs mit Monat und Jahr angibt. Auch Fortbildungen oder Ehrenämter, die Jobkandidaten in dieser Zeit wahrgenommen haben, lassen sich gut verwenden, um Karriereunterbrechungen zu kaschieren.
Einen Freifahrtschein für "frisierte" Bewerbungen haben Jobsuchende damit jedoch nicht. Wer beispielsweise Examensnoten schönt oder Arbeitszeugnisse fälscht, um den gewünschten Job zu ergattern, begeht Betrug und muss - wenn er auffliegt - schlimmstenfalls sogar mit einer Haftstrafte rechnen. So wurde etwa ein junger Jurist, der seine Examensnoten gefälscht hatte, um den Einstieg in eine renommierte Kanzlei zu schaffen, vom Düsseldorfer Amtsgericht zu zehn Monaten Haft auf Bewährung wegen Betruges verurteilt.
Urteil: Kündigung wegen Betruges zulässig
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Quelle: t-online.de
Tell59 schrieb:
am 2. August 2011 um 10:45:38
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@judex – diese Gesellschaft krankt an einem total verkrampften „Bewerbungsunwesen“
das Problem ist ja, überhaupt zu einem
Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Zu nichts anderem ist die „Bewerbung“ gedacht. Schon von der von Ihnen zitierten Reinigungskraft wird eine doktorwürdige Bewerbung erwartet – und das 2-seitige Zeugnis. Ganze Seminare werden abgehalten, wie Bewerbungen „aussehen müssen“, wie man sich im Bewerbungsgespräch „richtig“ verhält, was man auf die Standardfragen „korrekt“ antworten soll. Alles Quatsch! Alles nur auf Oberfläche und Schönen Schein getrimmt.
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insolvenzler schrieb:
am 2. August 2011 um 10:33:50
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von mir aus können
irgendwelche leute sich irgenwelche schwachsinnigen bewertungskriterien ausdenken. ich mach da nicht mit. ich versuche
zu bleiben wie ich bin. entweder man mag mich oder man mag mich nicht. so einfach ist die kiste.
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Dieter schrieb:
am 2. August 2011 um 10:30:30
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Schwachsinn
seit über 30 jahren, bin ich nun personalchef und verantwortlich für ALLE mitarbeiter ! diese konstruierten 10
"Experten-Tipps", sind ein sofortiges ok-kriterium. vollendeter schwachsinn !
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