09.11.2010, 13:43 Uhr | t-online.de/business
Vorstellungsgespräche einzuschätzen ist nicht einfach. (Foto: Archiv)
Das Vorstellungsgespräch ist geschafft - ohne größere Blamage, aus der Sicht des Bewerbers ist das Interview recht positiv verlaufen. Aber wie beurteilen Chef oder Personaler den Auftritt des Kandidaten? Der muss sich gewöhnlich bis zum erlösenden Anruf in Geduld fassen. Es gibt aber einige Zeichen, die Ihnen verraten, wie Ihre Chancen stehen. In unserer Klick-Show erklären die Experten des Karriereportals careerbuilder.de, woran Sie erkennen, ob Sie erfolgreich punkten konnten.
Allein die Dauer des Interviews gibt demnach Aufschluss darüber, ob der Bewerber den Personaler für sich einnehmen konnte. Und das sollte er möglichst zügig getan haben: Schon während der ersten Minuten verschaffe sich der Gesprächspartner einen Eindruck vom Kandidaten, betonen die Bewerbungsprofis von careerbuilder.de. Danach gehe es nur noch darum, diesen zu bestätigen. Ein Vorstellungsgespräch, das in weniger als eine halbe Stunde beendet ist, werde sich deshalb höchstwahrscheinlich als Flop erweisen. Nach einem Ein-Stunden-Gespräch haben Sie den Job dagegen vielleicht in der Tasche.
Die Körpersprache eines Personalers verrät zudem, wie er den Kandidaten einschätzt. Nickt er zustimmend zu den Äußerungen des Bewerbers, lächelt er ihm zu, stellt er Fragen, lehnt er sich nach vorn? Gut so, denn all das zeigt den Karriereberatern zufolge, dass er an dem interessiert ist, was das Gegenüber erzählt. Ein Tipp der Experten: Achten Sie auf die Körpersprache des Gesprächspartners und passen Sie sich positiven Signalen an.
Wer herausbekommen möchte, ob er im Vorstellungsgespräch punkten konnte, sollte auch das eigene Verhalten kritisch beleuchten. So mögen es die meisten Personalentscheider etwa gar nicht, wenn Bewerber einen Endlos-Monolog halten. Wer zu verbalen Ausschweifungen neigt, sollte sich deshalb schon im Vorfeld schon 30- und 60-Sekunden-Antworten zurechtzulegen, rät Lynn Hazan, Inhaberin der Personalagentur Lynn Hazan and Associates.
Nicht immer läuft alles für den Bewerber glatt: Der Personaler hat ihn unterbrochen oder in der Unterhaltung definitiv gelangweilt gewirkt? Das spricht zwar nicht gerade für die Überzeugungskraft des Jobsuchenden. In der Situation sollten Sie sich fragen: Wie habe ich reagiert? Die Experten empfehlen, sofort innezuhalten und nachzuhaken - etwa in dem Sinne "Beantworte ich damit gerade Ihre Frage?". So kann der Gesprächspartner entscheiden, wie das Interview fortgesetzt werden soll.
Positiv bewerten dürften Bewerber laut carreerbuilder.de aber die Frage, ab wann Sie zur Verfügung stehen würden. Und wenn der Personaler sich nach etwaigen Bewerbungen bei anderen Unternehmen erkundigt, signalisiert er auch damit deutliches Interesse am Jobkandidaten. Fast geschafft haben Sie es schließlich, wenn Sie Ihren potenziellen Kollegen vorgestellt werden. In dem Fall haben Sie mit Sicherheit einen positiven Eindruck vermitteln können.
t-online.de/business
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