14.08.2009, 12:34 Uhr | dpa-tmn / t-online.de/business
Beobachten Sie Ihre Körpersprache und korrigieren sich gegebenenfalls. (Foto: Archiv)
Im Vorstellungsgespräch kommt es nicht nur darauf an, was der Kandidat sagt. Wenn die Körpersprache nicht stimmt, wird er den Job nicht bekommen. Selbst kleine Gesten könnten dabei den Auftritt verpatzen, warnt die Zeitschrift "Junge Karriere". Wir zeigen, worauf Sie achten sollten, um sich nicht ganz schnell selbst ins Aus zu befördern.
Tabu ist zum Beispiel, beim Reden die Hand an den Mund zu führen: Das gilt Experten zufolge als "Lügengeste". Die signalisiere, dass der Bewerber womöglich mit der Wahrheit hinter dem Berg hält, und lasse ihn unglaubwürdig erscheinen.
Auch eine geballte Faust, eine zu leise Stimme oder Herumrutschen auf dem Stuhl sind laut "Junge Karriere" Signale, die schlecht ankommen. Gut wirke es dagegen, wenn Bewerber aufrecht sitzen und die Füße fest auf dem Boden haben. Außerdem sollten sie deutlich sprechen und zu allen Beteiligten den Blickkontakt halten.
Bewerber sollten sich klar darüber sein, welchen - wenn auch unbewussten - Einfluss ihre Körpersprache auf die Entscheidung des Unternehmens haben kann. Dem amerikanischen Psychologen Prof. Albert Mehrabian zufolge wird der Großteil der Kommunikation über die Körpersprache vermittelt. "Bei dem ersten Eindruck sind es sogar 100 Prozent", sagt auch Personaltrainerin und Buchautorin Nadine Kmoth aus Hamburg.
Hängende Schultern vermitteln mit Sicherheit kein positives Bild des Kandidaten. Wenig souverän wirkt auch, wer vor Nervosität mit dem Stuhl kippelt oder mit den Fingern auf den Tisch trommelt. "Das kann etwa im Bewerbungsgespräch Chancen verbauen", warnt Alexandra Güntzer, Sprecherin des Jobportals monster.de in Eschborn bei Frankfurt. Und Kandidaten, die sich vom Gegenüber wegdrehen, demonstrierten Unsicherheit oder gar Angst.
Einzelne solcher Gesten mögen noch durchgehen. Spätestens aber, wenn mehrere zusammenkommen, wird der Gesprächspartner skeptisch. "Wer nur die Arme verschränkt, wirkt nicht automatisch unfreundlich", sagt Nadine Kmoth. Wer dazu aber noch seinen Kopf etwas wegdreht und seine Fingernägel betrachtet, kann sich aber sicher sein, damit nicht gut anzukommen.
Psychologen empfehlen, im Gespräch stets nur die sensiblen Körperteile zu präsentieren. Dazu zählen unter anderem Gesicht, Oberkörper, Handflächen und Innenarm. "Damit demonstriert man ihm sein Vertrauen", erläutert Trainerin Kmoth. Jemandem die "kalte Schulter" zu zeigen, ist dagegen keine gute Idee: Die Schulter gehört wie Hinterkopf, Außenarm und Rücken zu den unsensibleren Körperteilen.
dpa-tmn / t-online.de/business
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