18.04.2011, 13:35 Uhr | dpad
Der Energieriese RWE wehrt sich heftig gegen AKW-Abschaltungen in Deutschland. Der Konzern hatte sogar jüngst Klage gegen die Abschaltung seines Atomkraftwerks Biblis A eingereicht. Eine Abschaltung der Atomreaktoren könnte sich jedoch mittelfristig sogar positiv auf das Ergebnis des Energiekonzerns auswirken. Ein RWE-Sprecher bestätigte einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel". Voraussetzung hierfür sei aber, dass der Strompreis steige, fügte der Sprecher hinzu.
Das Nachrichtenmagazin berief sich auf ein im Sommer 2010 erstelltes Szenario. Demnach würde ein Abschalten der Meiler die Strommenge verknappen und den Strompreis steigen lassen. Davon würden die nur teilweise ausgelasteten Kohlekraftwerke des Konzerns profitieren. Die Zusatzgewinne dort könnten laut RWE-Szenario die Ausfälle in Biblis mittelfristig deutlich übersteigen, zumal der Bund durch die Brennelementesteuer Teile des Atomgewinns abschöpfe, schrieb das Magazin.
Der RWE-Sprecher sagte, mittelfristig sei ein solcher Effekt zwar denkbar. Es sei aber unklar, ob die Strompreise tatsächlich entsprechend steigen. Es sei ebenfalls denkbar, dass die durch den Ausstieg fehlenden Strommengen durch Importe aus dem Ausland ausgeglichen würden. Klar sei hingegen, dass RWE durch das Moratorium der Bundesregierung kurzfristig Verluste in dreistelliger Millionenhöhe zu verkraften habe.
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Das Szenario wurde laut Magazin auch dem Aufsichtsrat zugeleitet. Die Kontrolleure wollen RWE-Vorstandschef Jürgen Großmann auf einer Sitzung am Dienstag zu seinen Plänen befragen. Am Mittwoch findet die RWE-Hauptversammlung statt.
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Quelle: dapd
Lachnix schrieb:
am 16. April 2011 um 19:18:02
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Teuerer Strom wegen Atomausstieg
Letzte Jahr hätte sich nach dem Beschluss der Laufzeitverlängerung AKWs der Strom verbilligen müssen,
schließlich konnte nun mehr Strom von inzwischenen abgeschriebenen Kraftwerken erzeugt werden. Ich habe jedoch noch niemanden getroffen, dessen Stromkosten sanken, es sei denn, er wechselte den Anbieter. Jeder, der Atomstrom als günstige Lösung sieht, sollte einmal über den Stromerzeugungsprozess hinausschauen. Was kostet wohl der Unterhalt eines Atomentlagers in den nächsten Jahrtausenden?
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frustriert schrieb:
am 16. April 2011 um 19:16:16
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Die gewinne steigen immer
Der Gewinn der Konzerne steigt ob mit oder ohne Atomstrom. Sie haben die Möglichkeit und die Erlaubnis die Kunden
nach Belieben abzuzocken. Wenn nicht endlich wieder eine Genehmigungspflicht für Preiserhöhungen eingeführt wird und die Begründungen dann auch wirklich geprüft werden, wird der Strompreis in den nächsten Jahren unbezahlbar. Nicht wegen des Ausstiegs sondern weil diese Begründung von den Medien, Bild voran, verbreitet wird. Man kann es schließlich nicht mit den Geldgebern verderben.
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Denker schrieb:
am 16. April 2011 um 18:56:59
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@siebenschlau2
Ich möchte nicht abgezokt werden. Wenn es dann schon geschieht, ist es mit eigentlich egal, ob du es macht oder der
Großkonzern. Das Resultat ist das Gleiche. Ökoterrorismus wir in diesem Land sogar staatlich subventioniert.
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