03.11.2011, 11:31 Uhr | dapd
Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen will sich auch Kaufhof schnappen - Metro produziert schlechte Zahlen und will die Warenhäuser loswerden. Gewerkschafter fürchten jetzt massive Stellenstreichungen.
Kaufhof soll veräußert werden - und der Kunsterbe und Vielflieger Berggruen ist einer der Interessenten. Das bestätigte der Kaufhof-Eigentümer Metro. Der Düsseldorfer DAX-Konzern legt am Donnerstag seinen Geschäftsbericht vor. Die Zahlen werden zeigen, warum Metro seine rund 140 Warenhäuser loswerden will, erwarten Börsenexperten. Es ist bekannt, dass das Geschäft nicht sonderlich rund läuft - und auch der scheidende Metro-Vorstandsvorsitzende Eckhard Cordes hatte das nicht ändern können.
Karstadt-Retter Nicolas Berggruen, der sich zurzeit in Afrika befindet, wollte die Pläne nicht kommentieren. Berggruen - quasi Handlungsreisender in eigener Sache - hatte die insolvente Warenhauskette Karstadt Mitte vergangenen Jahres übernommen. Schon damals gab es Spekulationen über eine mögliche Fusion mit Kaufhof. Die 1984 gegründete Berggruen Holdings verfügt nach eigenen Angaben über ein Eigenkapital von mehr als zwei Milliarden Dollar und hat auf der ganzen Welt investiert - in etliche Immobilien in Berlin, eine indische Hotelkette, Windparks in der Türkei und Medienbeteiligungen in Spanien und Portugal.
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Schon heute bangen Betriebsräte und Gewerkschafter um Arbeitsplätze, falls Karstadt und Kaufhof unter dem Dach der Berggruen Holdings vereinigt würden. "Die erste Frage, die man sich stellt: Was passiert in den Kleinstädten, wo es zurzeit noch beide Warenhäuser gibt?", sagte ein Betriebsrat. Schließungen und Entlassungen könnten die Folge sein.
Metro nannte außerdem die österreichische Signa Unternehmensgruppe als weiteren Interessenten für Kaufhof. Signa ist ein ausgewiesener Immobilien-Spezialist und war vor elf Jahren als Zwei-Mann-Unternehmen gestartet. Hinter ihr soll nun auch der griechische Reeder und Milliardär George Economou stehen. Das wollte Signa nicht kommentieren. Insgesamt verfügen die österreichischen Immobilienentwickler über ein Vermögen von mehr als vier Milliarden Euro. Besonderer Clou: Signa besitzt bereits einige Karstadt-Immobilien, unter anderem den Oberpollinger in München.
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Branchenexperten schätzen, dass die Kaufhof-Warenhäuser rund zwei bis drei Milliarden Euro wert sind. Die Metro sagt, sie strebe auch eine Lösung für die Immobilien an. "Das bietet sich an", sagte ein Sprecher, wollte aber mit Verweis auf die laufenden Verkaufsverhandlungen die interne Bewertung nicht verraten. Die Experten vermuten, dass Metro jährlich rund 250 Millionen an Mieteinnahmen erzielt. Auch das wollte Metro so nicht bestätigen.
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Quelle: t-online.de , dapd
biker61 schrieb:
am 3. November 2011 um 12:28:27
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Kaufhof zum Verkauf -
alle die, die hier über die Gewerkschaften herziehen, müssten ihrer Wortwahl nach Selbständige und nicht in
Abhängigkeit arbeitende sein. Jeder Manager, Abteilungsleiter oder auch Geschäftsführer würde nur einen Bruchteil dessen überwiesen bekommen, wenn es die Gewerkschaften und damit das aktuelle Lohnnieveau nicht gäbe.
Richtig ist, es ist nicht alles Gold was glänzt was die verbrechen, aber ihre 1. Aufgabe ist es die Interessen der Arbeitnehmer zu vertreten und nicht der Manager od. Geldhaie!
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Larifari schrieb:
am 3. November 2011 um 11:12:02
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Kaufhof
@Horten - sind Ihre Sorgen käuflich?
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Horten schrieb:
am 3. November 2011 um 10:28:22
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Kaufhof
an Marantidis, wow, drei Zeilen geschrieben und nur zehn Rechtschreibfehler. Das nen ich ne Leistung. Du solltest diese Tratizion beibehalten ;-)
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