Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Wirtschaft > Börse > Devisen >

Big-Mac-Index offenbart Euro-Stärke

...

Big-Mac-Index offenbart Euro-Stärke

03.01.2012, 15:48 Uhr | Financial Times Deutschland

Mit dem Big Mac lässt sich gut die Kaufkraft vergleichen (Quelle: ddp)

Mit dem Big Mac lässt sich gut die Kaufkraft vergleichen (Quelle: ddp)

Trotz Schuldenkrise ist ein Urlaub in der Währungsunion für US-Bürger relativ teuer: Von der Kaufkraftparität zum Euro ist der Dollar noch weit entfernt. Das zeigt ein bewährter Vergleich von Fast-Food-Preisen.

Euro-Dollar-Parität erst nach weiterer Abwertung des Euros

Die Euro-Krise geht ins dritte Jahr - trotzdem ist die Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar noch überbewertet. Das legt zumindest der Big-Mac-Index nahe: Der Burger kostet im Euroraum derzeit im Schnitt umgerechnet 4,93 Dollar, 21 Prozent mehr als in den USA. Das heißt: Kaufkraftparität zwischen den beiden Währungen wäre erst dann erreicht, wenn der Euro von seinem derzeitigen Wechselkurs von 1,29 Dollar noch einmal kräftig abwerten würde.

Polnischer Zloty trotz Boom unterbewertet

Der augenzwinkernd gemeinte Index wurde 1986 vom britischen Wirtschaftsmagazin "Economist" erfunden. Obwohl die Preisunterschiede bei Big Macs nicht allein durch den Wechselkurs zu Stande kommen, werfen die Zahlen ein Schlaglicht auf die kuriosen Folgen der Krise: Während sich der Euro trotz Schuldendrama und drohender Rezession in mehreren Staaten der Währungsunion recht gut behauptet, war der Zloty laut Big-Mac-Index am Montag um 24 Prozent unterbewertet. Dabei steht die polnische Wirtschaft glänzend da: 2011 wuchs sie laut vorläufigen Schätzungen um gut vier Prozent, für das neue Jahr erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Plus von 2,5 Prozent.

Anzeige
2,6% Zinsen aufs Trading-Konto
Testen Sie den Devisen-Handel mit dem kostenlosen Demokonto der FXdirekt Bank (Quelle: FXdirekt Bank AG)

Devisen-Handel beim Testsieger, Cash Back und keine Ordergebühren!

Jetzt sichern

Anleger flüchten in Dollar

Die polnische Zentralbank intervenierte in den vergangenen Wochen wiederholt an den Devisenmärkten, um den Zloty zu stützen. Wie die türkische Lira und die Währungen von Schwellenländern in Asien und Lateinamerika litt die Devise darunter, dass Investoren ihr Geld in Krisenzeiten vorzugsweise in Reservewährungen wie dem Dollar parken. Selbst der Euro legte gegenüber dem Zloty um elf Prozent zu.

Brisanter Kurseinbruch

Trotz des kräftigen Wirtschaftswachstums fürchten viele Anleger, dass Polen durch die Euro-Krise in Mitleidenschaft gezogen wird. 54 Prozent der polnischen Exporte gehen in die Währungsunion, zudem befinden sich die Banken überwiegend im Besitz westeuropäischer Muttergesellschaften.

STELLENMARKT

Aktuelle Stellenangebote

Stellenmarkt bei t-online.de

Wählen Sie die gewünschte Branche aus:


Für die Regierung in Warschau ist der Kurseinbruch brisant, weil er die Einhaltung der nationalen Schuldengrenze gefährdet. Das Finanzministerium prognostizierte Anfang Dezember, die Verbindlichkeiten würden 2011 auf 53,7 Prozent der Wirtschaftsleistung steigen - die gesetzliche Obergrenze liegt bei 55 Prozent. Fast ein Drittel der polnischen Staatsschulden sind in ausländischen Währungen denominiert - steigt deren Wert gegenüber dem Zloty, wächst also der Schuldenberg.

Höherer Inflationsdruck

Zugleich erhöht die schwache Währung den Inflationsdruck, weil Unternehmen für Importe aus dem Ausland mehr Zloty aufbringen müssen. Im November lagen die Verbraucherpreise laut dem europäischen Statistikamt Eurostat um 4,4 Prozent über dem Vorjahresniveau.

GASRECHNER
Gaspreise vergleichen
Der Gasrechner

Mit dem Gaspreisvergleich finden Sie unkompliziert den günstigsten Gas-Versoger.

Verbrauch

Trotzdem kosten Big Macs mit umgerechnet 3,09 Dollar in Polen weniger als in allen anderen größeren europäischen Staaten außer Russland. Für die Bevölkerung dürfte das ein schwacher Trost sein, schließlich sind auch die Gehälter weitaus niedriger als in den meisten anderen europäischen Ländern.

Sondervariante für den Big-Mac-Index

Der "Economist" erstellt deshalb neben dem einfachen Big-Mac-Index mittlerweile einmal jährlich zusätzlich eine Sondervariante, die auch die Wirtschaftsleistung des jeweiligen Landes berücksichtigt. Ergebnis der letzten Aktualisierung im vergangenen Juli: Gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Kopf war der Zloty damals gegenüber dem Dollar keineswegs unter-, sondern überbewertet. Das galt erst recht für den Euro, der Ende Juli noch bei 1,43 Dollar notierte. Insofern war wohl eine Korrektur fällig - zumindest nützt sie den Exporteuren in Europa.

Die Euro-Scheine: Das ist unsere Währung
6 Bilder von 14

Quelle: Financial Times Deutschland

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Big-Mac-Index offenbart Euro-Stärke" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Big-Mac-Index offenbart Euro-Stärke" gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (4)

zum Forum

Thema: "Big-Mac-Index offenbart Euro-Stärke"

Gulasz schrieb: am 10. Januar 2012 um 17:35:19
(6) (0) Index
Kaffeesatzleserei. Was manche sich an Erklärungen einfallen lassen, ist schon lustig. Der Euro hat fertig...

Kommentar melden

Weisnix schrieb: am 3. Januar 2012 um 19:53:54
(4) (2) Burgerindex
@ mexico: in dem Ding ist sicher allerhand drin, bloß kein Fleisch!

Kommentar melden

Uwe 1,5 schrieb: am 3. Januar 2012 um 19:40:27
(9) (2) Big Mac Index
Jo,da freut sich doch der Sächsische Friseur,der für den Erwerb eines Big Macs,genau 2 Stunden arbeiten muss!!! Hier
Offenbart der Euro doch seinen wirklichen Kaufkraftverlust !!! Umgerechnet 9,86 DM für Presspappe mit Fleischfrisbee,meist nur noch Lauwarm von unterbezahlten Bedienungskräften Serviert,ist echt der Hammer!!!
mehr Kommentar melden

alle Kommentare
Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr
Aus anderen Bereichen

Eurozone steckt in "Hochrisiko-Situation"
Die Wirtschaft in der Eurozone droht weiter abzurutschen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eindringliche Warnung der OECD. mehr

Bundesliga drohen chaotische Zustände
Die Fans stürmen den Platz - Herthas Lell versteht die Welt nicht mehr. (Quelle: imago)

Termin-Desaster durch Skandalspiel? mehr

Das sind die heißesten Frauen der Welt
Bar Refaeli wurde vom "Maxim"-Magazin zur heißesten Frau der Welt gekürt. (Quelle: Reuters)

Unter den Top 100 ist sogar ein Mann. mehr

Vorsicht bei günstigem Spargel
Frischer Spargel glänzt und quietscht.  (Quelle: dapd)

So schummeln die Händler. mehr


Anzeigen

Anzeige

Zur breiten Ansicht
© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige