08.11.2011, 15:35 Uhr | dapd
Der Pleite gegangene Billigstromanbieter TelDaFax kann seinen rund 750.000 Gläubigern nichts bieten - Kunden, die ihren Strom im Voraus bezahlt hatten, sehen also vermutlich nichts mehr wieder. Der Andrang auf der Gläubigerversammlung in Köln hielt sich daher in Grenzen.
Insolvenzverwalter Biner Bähr sagte anlässlich der ersten Versammlung in Köln, bislang seien auch wegen der hohen Kosten des Insolvenzverfahrens keine Vermögenswerte vorhanden, die an die Gläubiger ausgezahlt werden könnten. Doch könne sich dies in Zukunft noch ändern.
Das Unternehmen, das im Frühsommer Insolvenz anmelden und die Belieferung der Kunden einstellen musste, schuldet vor allem Hunderttausenden von Kunden Geld, die ihren Strom im Voraus bezahlt hatten, dann aber nicht mehr geliefert bekamen. Insgesamt dürfte es sich um einen dreistelligen Millionenbetrag handeln, hieß es am Rande der Gläubigerversammlung. Das Insolvenzverfahren - gemessen an der Gläubigerzahl das größte in der deutschen Geschichte - wird nach Einschätzung Bährs mehr als sechs Jahre in Anspruch nehmen.
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Zu der mit großer Spannung erwarteten Gläubigerversammlung fanden sich allerdings nur etwa hundert der rund 750.000 Gläubiger im Kölner Staatenhaus ein. Die Teilnehmer verloren sich fast in dem für die Veranstaltung gemieteten Gebäude, das bis zu 12.000 Menschen fassen kann.
Den Grund für die spektakuläre Pleite sieht Bähr in der Firmenstrategie. TelDaFax habe alles daran gesetzt, eine möglichst große Anzahl von Energiekunden zu gewinnen, um damit für potenzielle Investoren interessant zu werden. Um dies zu erreichen, habe das Unternehmen seinen Kunden Tarife angeboten, die vielfach deutlich unter den Einkaufspreisen lagen. Die damit verbundenen Verluste seien durch die Vorauszahlungen neuer Kunden finanziert worden. Das System sei kollabiert, als im Herbst 2010 durch Medienberichte die Probleme der Firma öffentlich bekannt geworden seien.
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Nach Bährs bisherigen Ermittlungen war TelDaFax bereits seit Mitte des Jahres 2009 insolvenzreif. Durch die fortlaufenden Vorauszahlungen von Kunden, Darlehen von Gesellschaftern und Zahlungsaufschübe sei es dem Unternehmen aber noch gelungen, seinen Geschäftsbetrieb zwei Jahre weiter zu führen.
TelDaFax war Bähr zufolge mit einst mehr als 700.000 Strom- und Gaskunden der größte unabhängige Energieanbieter Deutschlands. Das Unternehmen war im Frühsommer dieses Jahres zusammengebrochen. Mitte Juni hatte der Strom-Discounter Insolvenzantrag gestellt und wenige Tage später die Belieferung der Kunden eingestellt.
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Quelle: t-online.de , dapd
Ingo schrieb:
am 8. November 2011 um 16:28:23
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TelDaFax
Der Staat lässt seine Bürger ins Verderben Rennen.
Das gab es zu DDR Zeiten nicht.
Tolle Demokratie
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Tacki schrieb:
am 8. November 2011 um 16:18:45
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(0)
teldafax
Ich schmeiss mich weg !!
War gerade mal bei Onkel Google !!
Der bisherige Geschäftsführer, ein gewisser Frank M.-B., zur Zeit
wohnhaft
Freeport, Bahamas ! Na Supi !! Viel Spaß noch !!
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Selda schrieb:
am 8. November 2011 um 16:03:39
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TelDaFax
Nur zu dem Thema, dass man sein Strom im Voraus bezahlt... Das tun alle, egal welcher Anbieter... Dafür zahlt jeder Bürger
Abschläge und zum Jahresende werden die tatsächlichen Zahlen ermittelt... Wenn so ein großes Untrnehmen pleite geht, denn sind bestimmt nicht die Bürger zu doof gewesen, sondern die Führungsebene von DelTaFax...
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