19.07.2007, 15:12 Uhr | dpa/ onWirtschaft, 19.07.2007.2007
Die Insolvenz der Göttinger Gruppe und der Tochter Securenta AG hat mehr Schaden angerichtet als bisher angenommen. Laut Amtsgericht Göttingen könnten bis zu 270.000 Anleger betroffen sein. Anleger hatten in das Unternehmen über eine Milliarde Euro eingebracht. Einzelne Anleger hatten durch die Pleite mehr als eine Millionen Euro verloren.
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Anlegerschützer haben vor Securenta gewarnt
Die Securenta AG hatte Sparern stille Beteiligungen als Altersvorsorge verkauft. Anlegerschützer, die schon vor Jahren immer wieder vor dem Modell gewarnt hatten, gehen davon aus, dass das meiste Geld verloren ist. Doch das ist nicht das einzige Problem der geprellten Anleger.
Unterbrecher Versicherungen #
Geprellten Anlegern drohen Probleme mit Finanzamt
Auf die Anleger könnten zudem noch Probleme mit den Finanzämtern zukommen, sagte Dietmar Brosche, Sprecher des Amtsgerichts Göttingen. Dort werde geprüft, ob die Sparer ihre auf die Securenta-Einlagen gewährten Steuervorteile aus den vergangenen Jahren zurückzahlen müssten.
Securenta hat seit Jahren Post ignoriert
Auf die Post von vielen Anlegern und deren Anwälten scheint die Securenta in den vergangenen Jahren überhaupt nicht geantwortet zu haben. Im Keller des Unternehmensgebäudes hätten Mitarbeiter des Insolvenzverwalters säckeweise ungeöffnete Briefe gefunden, sagte der Gerichtssprecher. Diese Schreiben stammten zum Teil noch aus dem Jahr 2005. Die Briefe müssten nun nach und nach gesichtet werden.
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Quelle: t-online.de
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