
06.01.2012, 10:02 Uhr | Financial Times Deutschland
Boeing wird die Probleme mit seinem neuen Flugzeug 787 Dreamliner doch nicht so schnell los. Nach übereinstimmenden Angaben von Branchenblogs und einem Analystenreport hat der US-Konzern auch das bereits zweimal gesenkte Auslieferziel für 2011 verfehlt. Wie es heißt, wurden lediglich drei der neuen Maschinen an den japanischen Erstkunden ANA ausgeliefert - statt mindestens fünf.
Boeing hatte zuletzt angekündigt, dass bis Jahresende 2011 insgesamt 15 bis 20 Modelle der Typen 787 und des neuen größeren Jumbo-Jets 747-8 ausgeliefert werden sollen. Tatsächlich dürften es nur elf dieser Flugzeuge sein, schrieben Analysten des US-Investmenthauses Sterne Agee. Ein Boeing-Sprecher wollte dazu am Dienstag keine Stellung nehmen.
Damit zeichnet sich eine zweite Verspätungswelle für das erste große Zivilflugzeug aus leichtem Kohlefaserwerkstoff ab. Die Erstauslieferung des Modell 787 Ende September lag bereits um dreieinhalb Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück.
Boeing hat aber mittlerweile etwa 40 dieser Flugzeuge produziert, die in unterschiedlichen Stufen zur Auslieferung anstehen und viel Kapital binden. In Branchenkreisen wird darauf verwiesen, dass die ersten der produzierten 787-Maschinen kostspielig umgerüstet werden müssen. Die Boeing-Aktie hat sich an der Börse seit Herbst jedoch deutlich erholt.
Technische Probleme bereiten auch die ersten Modelle des neuen vergrößerten Jumbo-Jets 747-8. Das Dilemma ist offensichtlich, weil der US-Konzern sein Lieferziel für die beiden neuen Flieger über das Jahr 2011 hinweg kontinuierlich abgesenkt hat. Gleichzeitig wird bislang noch ein starker Anstieg der künftigen Auslieferungen versprochen, auf zehn Maschinen im Monat bis Ende 2013.
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Nach der letzten, abgesenkten Prognose wollte Boeing im Gesamtjahr 2011 rund 480 Flieger ausliefern. Tatsächlich dürften es nur 474 geworden sein, heißt es im Report von Sterne Agee. Die Analysten haben daher auch den erwarteten Umsatz für Boeing im vierten Quartal von 19,2 auf 18,3 Milliarden Dollar gesenkt.
Mit den Produktionszahlen liegt Boeing ein weiteres Mal hinter dem europäischen Konkurrenten Airbus Industries, der im abgelaufenen Jahr 2011 einen Produktionsrekord von rund 530 Auslieferungen erreicht haben dürfte.
Die Verzögerungen in der 787-Auslieferung schlagen auch auf den Einsatzplan des japanischen Erstkunden ANA durch. So wird das Modell zwar ab 21. Januar auf der Strecke Tokio-Frankfurt eingesetzt. Der zunächst vom 1. Februar an geplante tägliche Flug einer 787 auf dieser Langstrecke dürfte sich aber vermutlich um einen Monat verschieben, sagte ein Sprecher. Um die Lücke auszugleichen, kommt zunächst noch ein 777-Modell zum Einsatz.
Für Boeing gibt es aber nicht nur Sorgen und Probleme im Zivilflugzeuggeschäft. Der Konzern teilte mit, dass das große Militärflugzeugwerk in Wichita im US-Bundesstaat Kansas bis Ende 2013 geschlossen werden soll. Dort sind über 2160 Mitarbeiter beschäftigt. In dem Werk werden die US-Langstreckenbomber B-52 gewartet. Eigentlich sollten dort auch die neuen Betankungsflugzeuge produziert werden. Branchenkenner sehen die Schließung im Zusammenhang mit den geplanten Einschnitten im US-Rüstungshaushalt.
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Quelle: Financial Times Deutschland
Beobachter schrieb:
am 6. Januar 2012 um 14:25:18
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@Fletcher
lieber Fletcher ... die Amerikanische Wirtschaft ist schon lange am Boden,ihre eigenen Entwicklungen und Erfindungen sind nicht
mehr Konkurez-Fähig ! was noch funktioniert wird von Chinesischen,Indischen,Europäischen FACHKRÄFTEN am Leben gehalten,vieles an Technologie wird in Europa geklaut (ECHOLON !!?! ). .... und mit dem "durch den Dreck ziehen" ...das können die Amis wirklich noch besser ! und das sagt auch meinen Tante aus den USA !!
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Meinung schrieb:
am 6. Januar 2012 um 14:14:35
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Vorsicht Plaste
egal ob bei Boeing oder A 380 ; NH 90 ; Eurofihther , A 400 , Tiger vorsicht zu viel Plasten -- da ist ausgereizt oder
überreizt -- zu viel Cumputer zu viel Elektronik -- Vorsicht -- das muss noch beweisen das es 30 Jahre oben bleibt !!
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Fletcher schrieb:
am 6. Januar 2012 um 13:30:41
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Lächerliche Propaganda
A380 ist auch nicht termngerecht ausgeliefert worden, A350 ist erst in der Entwicklung, während 787 schon fliegt.
Das hier ist nichts anderes als ein europäischer Propaganda Artikel, um von den eigenen, mglw. fatalen Problemen mit dem 380 abzulenken.Die Risse sind ein Problem, das man nicht durchwinken kann, sondern beheben muß. Das kostet Geld und Image. So gesehen muß man jetzt Boeing in den Dreck ziehen, damit die Leute in die Airbus einsteigen.
If Its Not Boeing I'm Not Going.
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