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Boeing kämpft mit Baufehler beim Dreamliner

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Neuer Ärger beim Dreamliner: Boeing kämpft mit Baufehler

06.02.2012, 14:50 Uhr | AFP

Boeings "Dreamliner" hat sich nicht gerade zum Senkrechtstarter entwickelt (Quelle: dpa)

Boeings "Dreamliner" hat sich nicht gerade zum Senkrechtstarter entwickelt (Quelle: dpa)

Für den US-Flugzeugbauer Boeing reißt der Ärger mit seinem Langstrecken-Flieger Dreamliner nicht ab. Das aktuelle Problem: Bestimmte Zwischenteile am Heck einiger Maschinen wurden bislang falsch eingebaut. Der Fehler sei aber klar erkannt und es gebe Fortschritte beim Reparaturplan, erklärte das Unternehmen auf Anfrage der Onlineausgabe der "Seattle Times".

Boeing: Maschinen trotz Baufehlers sicher

Die fraglichen Stücke dienen zum Verbinden größerer Rumpf-Bauteile, die nicht exakt aneinanderpassen. Die Zeitung berichtete unter Berufung auf informierte Kreise, durch den Baufehler hätten sich bei einigen Flugzeugen Teile vom Rumpf abgelöst. Boeing untersuche deshalb alle bereits ausgelieferten und fertig gebauten Maschinen auf den Fehler. Der Flugzeugbauer bestätigte diese Einzelheiten nicht, betonte aber, die Flugzeuge seien trotz des Problems sicher.

Der Dreamliner war 2011 mit dreijähriger Verspätung an den ersten Kunden ausgeliefert worden: Die japanische All Nippon Airways hat mittlerweile fünf der Langstrecken-Flieger erhalten. Weitere 50 sind bereits fertig gebaut und sollen demnächst an ihre Kunden ausgeliefert werden.

Dreamlifter, Beluga, Antonov: Giganten der Lüfte
6 Bilder von 15

Leichte Materialien sparen Kraftstoff

Der Dreamliner ist das erste neue Boeing-Modell seit mehr als einem Jahrzehnt. Bei Langstreckenflügen soll die Maschine mit Platz für 330 Passagiere bis zu 20 Prozent weniger Kraftstoff verbrauchen als herkömmliche Modelle. Grund sind deutlich leichtere Materialien: Boeing verwendet zu einem Großteil kohlenstofffaserverstärkten Kunststoff anstelle von Aluminium.


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Kommentare (31)

zum Forum

Thema: "Boeing kämpft mit Baufehler beim Dreamliner"

Webranth schrieb: am 1. März 2012 um 13:08:39
(0) (0) CFK/Hybride Bauweisen
Die "reine" CFK-Verbund-Bauweise des Dreamliners ist höchst riskant und die Alterung dieses
Strukturwerkstoffes unter den Einsatzbedingungen (Temp.,Feuchte, UV, Lastwechsel,..) noch lange nicht geklärt. CFK ist kein isotrop homogener Werkstoff wie Aluminium und die Expoy-Matrix, in der die C-Fasern eingebettet sind, nimmt Wasser auf und hydrolisiert bzw. degradiert. Ob der Lack davor schützen kann, ist fraglich usw. Selbst Korrosion an CFK/Titan Verbindungen ist möglich. Wir weden sehen.
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Ercl schrieb: am 15. Februar 2012 um 14:52:46
(0) (0) Problem : Konkurrenz
Im Flugzeugbau muß man leider erkennen, dass Konkurrenz auch zum Nachteil gereichen kann. Jeder Produzent muß
schneller und billiger sein gegenüber seinem Konkurrenten was bedeutet, dass die Qualität und die FErtigung darunter leidet. Nutznießer werden Flugzeugbauer in China und Rußland sein. Diese Tendenz ist nicht nur im Flugzeugbau zu erkennen sondern im gesammten Bereich der Industrieproduktion. Leidtragender ist der Verbraucher.
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BÖRNIE schrieb: am 15. Februar 2012 um 10:35:41
(0) (0) Sektionalbau
Früher hat das Reich seine U-Boote überall in Sektionen (quasi Scheiben-weise) bauen lassen. Die Sektionen sind über
Flussboote an die Küsten gebracht worden. Da sie mm-genau hergestellt werden konnten, hatte das System viele Vorteile. Der Transport war das Problem nicht. Heute wird das bei Fliegern so gemacht. Die Turbinen sind Sonderbauteile, die kommen nur aus USA und GB.
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