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Boeing: Neue Streiks verzögern Bau des Dreamliners

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Streik bei Boeing: Neue Verzögerung beim Dreamliner

09.09.2008, 19:21 Uhr | mfu

Produktion des neuen Dreamliner 787 (Foto: Reuters) Produktion des neuen Dreamliner 787 (Foto: Reuters)Der US-Flugzeughersteller Boeing kommt aus den Negativschlagzeilen nicht heraus: Nach dem Scheitern von Tarifverhandlungen haben rund 27.000 Techniker die Arbeit niedergelegt. Der unbefristete Streik dieses Teils der Boeing-Belegschaft trifft den Hauptkonkurrenten von Airbus hart: Millionenverluste und eine weitere Verzögerung beim Bau des neuen Dreamliners drohen.

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Gewerkschaftler lehnen elf Prozent Lohnerhöhung ab

Die Mechaniker legten bereits in der Nacht zum Samstag in mehreren Werken die Arbeit nieder, wie ein Boeing-Sprecher bestätigte. Zuvor hatten beide Seiten die Gespräche zwischen der Konzernleitung und der Internationalen Mechanikergewerkschaft (IAM) über die Arbeitsbedingungen und Gehälter der Techniker für gescheitert erklärt. Die Gewerkschaft lehnt den von Boeing zuletzt vorgeschlagenen Dreijahresvertrag mit einer Lohnerhöhung von elf Prozent ab. Sie fordere hingegen ein Plus von 13 Prozent und eine Erhöhung der Rentenzahlungen um 14 Prozent auf 80 Dollar im Monat für jedes gearbeitete Jahr. Für den Streik stimmten 87 Prozent der Mitglieder der Gewerkschaft.

Streik kostet 120 Millionen Dollar am Tag

Der Streik der Mechaniker kostet den US-Flugzeugriesen jeden Tag nach Schätzungen von Branchen-Experten rund 120 Millionen Dollar (rund 84,2 Millionen Euro). Boeing würde durch einen längerfristigen Streik im Wettbewerb mit dem europäischen Konkurrenten Airbus geschwächt.

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Keine Produktion neuer Maschinen

Immerhin kündigte Boeing an, dass der Konzern auch während des Streiks die Wartung von Flugzeugen garantieren könne. Die Auslieferung bereits fertig gestellter Maschinen werde ebenfalls fortgesetzt. Ein Boeing-Sprecher räumte jedoch ein, dass bei einem längerem Streik die der Langstreckenjet 787 im vierten Quartal nicht mehr abheben kann. Allerdings werde die Produktionslinie der Maschine weiterbetrieben, weil die Ingenieure arbeiteten, sagte er der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Die Produktion anderer Modelle soll aber stillstehen: Man werde während des Streiks zwar fertige Maschinen ausliefern, aber keine neuen bauen, sagte ein Konzernsprecher der "Seattle Times".

Zwei Jahre Verzögerung beim Dreamliner

In das vollständig aus Verbundstoffen hergestellte Langstreckenflugzeug setzt Boeing große Hoffnungen. Die Maschine soll Passagieren mehr Bequemlichkeit während des Flugs und Fluggesellschaften niedrigere Kerosinkosten bieten. Bislang überzeugte das Konzept des Fliegers, der seinen Jungfernflug noch vor sich hat, die Airlines. So liegen Boeing bereits 900 Bestellungen vor. Doch die ständigen Verzögerungen des Dreamliners nerven zunehmend die Kunden. Die erste Auslieferung ist nunmehr für das erste Quartal 2009 vorgesehen. Gegenüber den ursprünglichen Ankündigungen ergibt sich ein Rückstand von fast zwei Jahren.

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Quelle: dpa , t-online.de

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