19.08.2011, 15:44 Uhr | dapd
Die wachsende Angst vor einer Rezession und vor den Folgen der Schuldenkrise hat den Deutschen Aktienindex DAX am Freitag auf ein neues Jahrestief fallen lassen. Immer mehr Anleger flüchten aus den Aktienmärkten. Doch was raten Aktionärsschützer "normalen" Kapitalanlegern in dieser Situation? Fragen und Antworten.
Millionen. Nach der jüngsten Marktuntersuchung des Deutschen Aktieninstituts halten in Deutschland insgesamt 8,3 Millionen Anleger direkt oder indirekt über Wertpapierfonds Aktien. Darin noch nicht enthalten sind die bis zu 2,9 Millionen Riester-Sparer auf Wertpapierbasis.
Auf jeden Fall sollte er nicht in Panik verfallen. Der Geschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Marc Tüngler, meint: "Viele Anleger haben in der Vergangenheit immer wieder den gleichen Fehler gemacht: Sie haben in den guten Zeiten an der Börse Aktien teuer eingekauft und sie in der Krise zu billig wieder verkauft."
Der Newsletter bietet Ihnen die wichtigsten Meldungen aus der Welt von Wirtschaft und Geldanlage werktags kostenlos per E-Mail. Jetzt abonnieren!
Wer jetzt noch darüber nachdenke, seine Aktien zu verkaufen, müsse sich darüber klar sein, dass er hohe Verluste realisiere. Wenn man die Möglichkeit habe, sei es in vielen Fällen möglicherweise besser, die Krise auszusitzen. Letztlich müsse dies aber jeder Anleger selbst entscheiden.
Durchaus. Daniel Bauer von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger hält weitere drastische Kursrückgänge für möglich. Immerhin sei der DAX nach dem Platzen der Internetblase vor einem knappen Jahrzehnt auf weniger als 3.000 und nach der weltweiten Finanzkrise 2008 auf unter 4000 Punkte eingebrochen. Derzeit steht er noch bei 5400 Punkten.
Sie suchen einen neuen Job? Finden Sie den passenden Job aus fast 60.000 Stellenangeboten. Jobsuche starten
Andere Marktbeobachter schätzen die Lage allerdings optimistischer ein. DSW-Geschäftsführer Tüngler etwa meint: "Es ist vielleicht kein verbotener Gedanke zu überlegen, dass man bald einsteigt, wenn die Kurse sehr niedrig sind." Schließlich seien die Fundamentaldaten der Unternehmen nicht schlecht.
Das ist zumindest risikoreich. "Als Zocker hat man als normaler Aktionär keine Chance. Man läuft den Profis immer hinterher", warnt Tüngler.
Ja, meint zumindest Rüdiger Rosen vom Deutschen Aktieninstitut. "Aktien gehören zu jeder Vermögensanlage." Er betont allerdings, Aktienanlagen sollten mit langem Atem getätigt werde. "Wer jung ist, kann mehr Geld in Aktien legen, da er mehr Zeit hat, Kursrückgänge auszusitzen." Wer älter sei, solle den Aktienanteil tendenziell reduzieren, um nicht einen zu großen Anteil des Vermögens dem Risiko von Rückschlägen auszusetzen. Außerdem sei es besser, nicht alles auf Aktien zu setzen, sondern verschiedene Anlageformen zu mischen, um nicht unglückliche Notverkäufe tätigen zu müssen.
Quelle: dapd
rote zora schrieb:
am 24. August 2011 um 17:10:54
(0)
(0)
Was tun im Börsenchaos
Versauft eure Kohle, wo gibt es schließlich 38 % !?
Kommentar melden
kapitalismus schrieb:
am 22. August 2011 um 15:13:08
(0)
(0)
kommunismus
kapitalismus ist wenn einer daimler fährt ,kommunismus ist wenn alle an der krücke gehen. jeder so gut er kann oder will.
Kommentar melden
Spötter3 schrieb:
am 19. August 2011 um 18:26:03
(3)
(7)
"Was tun im Börsenchaos?"
Auf jeden Fall ( gilt nur für Kleinanleger ! ):
Verkaufen, wenn die Kurse niedrig sind ( "realise
loss", hiess früher: "stop loss" ) und kaufen, wenn sie hoch sind ( "avoid stock gains" ). Das System Börsen-Kapitalismus muss sich doch lohnen, wenigstens für Acker-, Lehma(e)ner & Co.
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die neue Frühlingskollektion von Topmarken: tolle Schuhe, Mode u.v.m. - Versand gratis. mehr
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ
Neuer Besitzer blätterte mehr als 70 Millionen Euro hin. zum Video