13.01.2012, 14:29 Uhr | dpa-AFX, dpa, dapd
Peter Bofinger, Professor für VWL an die Uni Würzburg (Quelle: dapd)
Nach der erfolgreichen Anleihe-Auktion von Spanien und Italien jubelten die Börsen, der DAX ging nach oben. Doch das Ende der Schuldenkrise ist noch nicht erreicht, warnt nun der Wirtschaftsweise Peter Bofinger im Gespräch mit der "Passauer Neuen Presse". Besonders Griechenland gebe laut Bofinger Anlass zur Sorge. Griechenlands Ministerpräsident Lucas Papademos drängt derweil auf Lohnkürzungen in der Privatwirtschaft.
"Griechenland ist im freien Fall", so das Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. "Das Land spart in die Rezession hinein und verschärft sie dadurch immer weiter."
Bofinger plädierte dafür, Griechenland noch stärker zu unterstützen. "Die vernünftige Lösung wäre es, den Griechen weiter unter die Arme zu greifen. Der geplante Schuldenschnitt von 50 Prozent sollte umgesetzt werden und daneben alle finanziellen Mittel gewährt werden, damit die Restschulden weiter bedient werden können." Bei den Strukturreformen sei zwar noch viel zu tun, aber die Griechen befänden sich auf dem richtigen Weg.
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Griechenlands Ministerpräsident Lucas Papademos drängt Arbeitnehmer und Arbeitgeber in der Privatwirtschaft zu Lohnkürzungen. Damit soll die Wettbewerbsfähigkeit des Landes verbessert werden. "Es ist besser, wenn es offene Betriebe gibt, die etwas weniger Löhne geben, als geschlossene Unternehmen und mehr Arbeitslose", sagte Papademos am Freitag im griechischen Parlament.
In der kommenden Woche wollen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter in Athen über Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit sprechen. Die Gewerkschaften befürchten, dass das Weihnachtsgeld und der in Griechenland im privaten Sektor noch existierende 14. Lohn abgeschafft oder bedeutend gekürzt werden könnten. Solange die Verhandlungen andauern, werde die Regierung nicht intervenieren, sagte Papademos.
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Eine Chance für das Land bietet auch der Tourismus: "Die Urlauber können sehr deutlich unterscheiden zwischen Staatsschulden und Urlaubserlebnis", sagte Martin Lohmann von der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR). Die Urlaubsgründe der Deutschen wie Sonne und Wärme könnten "wunderbar befriedigt" werden.
"Das ist ein Pfund, mit dem man unabhängig von allen anderen Wirrungen und Alltagsproblemen wuchern kann", sagte Lohmann. Problematisch werde es nur, wenn das individuelle Erleben der Urlauber beeinträchtigt werde, beispielsweise durch Streiks an den Flughäfen. Drei Prozent der Bundesbürger planen laut einer FUR-Umfrage 2012 einen Urlaub in Griechenland, das beliebteste Reiseziel im Ausland ist Spanien mit 13 Prozent.
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Quelle: dpa , dapd , t-online.de , dpa-AFX
Helmut schrieb:
am 13. Januar 2012 um 21:01:16
(27)
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14.Monatsgehalt???
Die fürchten um Einschnitte beim 14.Monatsgehalt???? Ja wo leben die bloß??? Hierzulande bekommen viele nicht mal ein
13.,sprich Weihnachtsgeld sondern träumen nur davon.
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Susanne schrieb:
am 13. Januar 2012 um 20:21:40
(24)
(1)
Nie mehr Grichenland
3 Urlaube und in allen Urlauben hatten wir Behinderung wegen Streiks.Wir mußten 12 Km zum Hafen laufen, mit unseren
schweren Koffern.Die Taxifahrer standen daneben und lachten über uns,im Hotel Betten selber machen und Essen immer kalt und Konserve.Das werde ich nicht vergessen.Ebenso als wir in Davos waren vor 3 Jahren, als das teuerste Hotel voll war mit grichischen Touristen den größten Autos und täglich auf der Suche nach interessanten Immobilien in der Schweiz.Denen sollen wir helfen ?
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Michael Muelversted schrieb:
am 13. Januar 2012 um 18:46:13
(23)
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Griechenland
Tja, herrn Bofingers Geld kostet es ja auch nicht, der hat gut reden. Schluss und raus aus Europa.wer es nicht schafft, seine
Milliardäre zur Kasse zu bitten, damit sie endlich einmal Steuern bezahlen, hat in Europa nichts zu suchen, sollen sie ihre Drachme wieder einführen. Und ihr eigenes Süppchen kochen. Schuldenschnitt gut und schön, aber die sog Wirtschaftsweisen haben ja auch nichts zu verlieren außer mit ihren prognosen ins Wasser zu fallen. aber sie zahlen ja nicht.
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