23.02.2010, 14:28 Uhr | apn
Der weltgrößte AutozuliefererBosch hat erstmals seit 1945 einen Milliardenverlust eingefahren. Der Umsatz des Konzerns brach 2009 nach vorläufigen Zahlen um etwa 16 Prozent auf rund 38 Milliarden Euro ein, wie Bosch-Chef Franz Fehrenbach in Stuttgart mitteilte. Für das neue Jahr ist der Konzern aber wieder vorsichtig optimistisch. Damit bleibt Bosch das Schicksal vieler Autozulieferer erspart, die in den letzten Monaten in die Insolvenz gerutscht waren. Der Bosch-Chef nutzte die Vorstellung der Zahlen auch für eine harsche Kritik an den Banken.
Der Verlust werde zwischen drei und vier Prozent des Umsatzes liegen, das wären rechnerisch zwischen 1,14 und 1,52 Milliarden Euro. "In keinem Geschäftsjahr seit 1945 mussten wir so heftige Rückschläge bei Umsatz und Ertrag hinnehmen wie 2009." Ohne Sonderabschreibungen und Restrukturierungen sei das operative Ergebnis seit Herbst aber ausgeglichen. Vor allem der wichtigste Geschäftsbereich Kraftfahrzeugtechnik musste mit einem Minus um 18 Prozent auf Erlöse von 21,7 Milliarden Euro deutlich Feder lassen.
Seit Mitte 2009 verzeichnet der Automobilzulieferer nach Angaben von Fehrenbach jedoch wieder eine anziehende Nachfrage. Dieser Trend werde sich voraussichtlich auch 2010 fortsetzen. Neben dem Wachstum in den asiatischen Schwellenländern China und Indien werde vor allem die Fahrzeugproduktion in Nordamerika wieder deutlich an Dynamik gewinnen, erklärte der Bosch-Chef. "Wir kämpfen um eine schwarze Null", sagte Fehrenbach.
Auch für den Markt in Deutschland erwarten die Stuttgarter eine Erholung. Den weltweiten Aufwärtstrend will Bosch nutzen und den Umsatz in der Kraftfahrzeugtechnik um mindestens zehn Prozent steigern. 2012 soll nach der Prognose von Fehrenbach dann das Erlösniveau von vor der Krise aus dem Jahr 2007 erreicht werden.
Die Zahl der Mitarbeiter sank im Konzern um rund 11.000 auf 271.000. Bosch hatte sich wegen der negativen Entwicklung von wesentlichen Aktivitäten im Autoradio- sowie in Nordamerika vom Bremsengeschäft getrennt. Zudem befinden sich derzeit weltweit 80.000 Beschäftigte in Kurzarbeit, teilte der Manager mit. In Deutschland seien rund 55.000 Mitarbeiter betroffen. Mit der Kurzarbeit hatte Bosch Entlassungen vermieden. Auch in Zukunft will der Autozulieferer die Jobs erhalten, Neueinstellungen schloss Fehrenbach aber aus.
Bosch-Chef Franz Fehrenbach ist bei der Vorstellung der Zahlen hart mit den Banken ins Gericht gegangen. "Wir halten es für verantwortungslos, wenn einige Großbanken trotz der gemachten Erfahrungen mehr oder weniger zu ihren Verhaltensweisen von vor der Krise zurückkehrten", sagte Fehrenbach. Dass selbst staatlich gestützte Großinstitute wieder zu üppigen Bonuszahlungen schritten, erschwere es sehr, dass sich wieder ein belastbares Vertrauensverhältnis entwickeln könne. Fehrenbach drohte Banken auch mit dem Abbruch der Geschäftsbeziehung, wenn einzelne Institute weiterhin über die Stränge schlügen.
Quelle: dapd , t-online.de
juttadoris schrieb:
am 28. Januar 2010 um 13:12:50
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Bosch
Geschickt gemacht vom Vorst., mit der Bankenschelte lenkt er nat. von den hohen Verlusten seiner Firma ab.
Ausserdem ist Bosch von
Banken nicht gerade geschätzt,drückt er doch immer enorm die Konditionen,d.h.will immer bessere als die übrg.Industrie haben.Von daher reissen sich Banken ohnehin nicht um die Firma, warum auch, die ist doch eher auf die Bken angewiesen,z.B. bei Anleihen u,.ä.
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Jeremie schrieb:
am 28. Januar 2010 um 12:10:25
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Banken drohen?
Banken drohen? Wer sitzt hier auf der sicheren Seite? Oder ist das nur noch Geschreibsel?
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Julia Kaden schrieb:
am 28. Januar 2010 um 12:08:33
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Volksverdummung
"Für das neue Jahr ist der Konzern aber wieder vorsichtig optimistisch. Damit bleibt Bosch das Schicksal vieler
Autozulieferer erspart, die in den letzten Monaten in die Insolvenz gerutscht waren."
Wenn man das liest, heißt das, mit vorsichtigen Optimismus bleibt Insolvenz erspart. Für wie blöd halten die denn das Volk!?
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