19.08.2011, 08:26 Uhr | dapd, AFP
Die Zara-Filiale auf der Düsseldorfer Königsallee (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Beim Textilgiganten Zara sollen in einer Zulieferfirma Mitarbeiter unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten. Brasilianische Behörden ermitteln bereits. Der Zulieferfirma werde vorgeworfen, im Bundesstaat São Paulo Arbeitnehmer unter Bedingungen zu beschäftigen, die an Sklaverei grenzten, sagte ein Sprecher der Arbeitsaufsicht in São Paulo. Die Staatsanwaltschaft habe ihre Ermittlungen im Mai aufgenommen. In Americana, 130 Kilometer südlich von São Paulo, entdeckten die Ermittler 52 Bolivianer, die schwarz und unter gesundheitsschädlichen Bedingungen gearbeitet hätten. Dabei seien Kleider der Marke Zara sichergestellt worden.
Zara nehme Dienste eines brasilianischen Subunternehmers in Anspruch, der wiederum mit mehreren illegalen Schneiderateliers zusammenarbeite. Die Bolivianer hätten "im Schnitt 14 Stunden am Tag unter entwürdigenden Bedingungen gearbeitet", sagte der Sprecher. Zudem seien die hygienischen Zustände in den Unterkünften sehr bedenklich gewesen.
Zwei weitere Schneidereien, die Kleider für Zara herstellten, seien in São Paulo entdeckt worden. Eine Nichtregierungsorganisation hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass Ende Juli 15 Zwangsarbeiter aus diesen Ateliers befreit worden seien.
Die Zara-Mutter Inditex räumte Unregelmäßigkeiten ein. Der weltgrößte Textilkonzern erklärte, der Zulieferer habe ein "nicht genehmigtes Outsourcing" vorgenommen. Man werde mit den brasilianischen Behörden zusammenarbeiten, "damit sich solche Fälle nicht wiederholen."
Nach Angaben des brasilianischen Arbeitsministeriums wurden gegen Zara wegen zahlreicher Unregelmäßigkeiten bereits mehr als 50 Mal Bußgelder verhängt.
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Quelle: AFP , dapd , t-online.de
Hugoline schrieb:
am 12. September 2011 um 09:09:38
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Zara
NebenZara gibt es noch andere Handelsketten,die unter ähnlichen Bedingungen,nicht nur in Brasilien, unter menscheunwürdigen
Bedingungen fertigen lassen,damit wir hier billig, billiger am billigsten einkaufen können. Bei einer Verbraucherumfrage wurde festgestellt,dass die Mehrheit der
Berfragten meinten, dass ihnen das egal ist,hauptsache sie können billig
einkaufen. Diese Verbraucher sind diesen verkommenen Menschen gleich
zu setzen. Sie haben auch kein Gewissen.Tut mir leid,so sehe ich es
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e.m.aue schrieb:
am 19. August 2011 um 21:08:19
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sklavenarbeit
das ist doch nicht neu, aber alle wollen grenzenlose freiheit, und das gehört auch zum kapitalismus den die ostdeutschen
blindlings auf den leim gegangen sind..
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anni schrieb:
am 19. August 2011 um 14:58:12
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Sklavenarbeit bei Zara in Brasilien
Es ist ein Teufelskreis. Wenn immer mehr Menschen, auch in Deutschland immer weniger Geld bekommen,
müssen sie an allen Ecken und Enden sparen. Wer Kinder hat, muss noch mehr sparen, weil die ja bekanntlich ständig wachsen. Wenn alle Menschen das Geld bekommen würden, was sie verdienen, müsste es diese fiesen Machenschaften eigentlich nicht mehr geben. Da die Reichen aber immer reicher werden wollen, wird das so ohne weiteres nicht aufhören. Wehren wir uns doch endlich. Wir sind mehr als die.
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