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Brauereien: Deutschen vergeht der Bierdurst

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Finanzkrise: Deutschen vergeht der Bierdurst

12.01.2009, 17:34 Uhr | cs

Deutsche trinken immer weniger Bier (Foto: imago) Deutsche trinken immer weniger Bier (Foto: imago)Die Wirtschaftkrise verleidet vielen Menschen in Deutschland die Lust aufs Bier. Nach einem Absatzrückgang von knapp einem Prozent in den ersten zehn Monaten 2008 lag das Minus im November und Dezember deutlich höher, wie die "Die Welt" berichtet. Für das Gesamtjahr rechne der Deutsche Brauer-Bund (DBB) mit einem Rückgang von gut zwei Prozent - na dann Prost.

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Verbraucher verzichten auf das Bier

Ulrich Biene von der Privatbrauerei Veltins im Sauerland sagte dem Blatt: "Dem Markt sind in den letzten Wochen erhebliche Mengen verloren gegangen, weil die Verbraucher schlichtweg verzichtet haben." DBB-Hauptgeschäftsführer Peter Hahn sagte zum Gesamttrend 2008: "Die Lust der Deutschen auf Bier lässt weiter nach." Gründe seien die demografische Entwicklung, veränderte Trinkgewohnheiten bei den jüngeren Generationen sowie das Rauchverbot, das zu einem Einbruch beim Fassbierabsatz in der Gastronomie um durchschnittlich 20 bis 25 Prozent geführt habe.

Deutsche trinken weniger Bier

Insgesamt fiel der Pro-Kopf-Verbrauch um 2,2 Liter auf 109,5 Liter. 1976 tranken die Menschen in Deutschland durchschnittlich noch rund 151 Liter Bier pro Kopf. Diese Zeiten seien endgültig vorbei, hieß es beim Deutschen Brauer-Bund. "Für 2009 bin ich für den Gesamtmarkt ebenfalls pessimistisch", sagte Hahn. Das jährlich Minus schätzt er auf künftig ein bis zwei Prozent. Das werde sich auch auf die Brauereien-Vielfalt in Deutschland auswirken.

Schwere Zeiten für kleine Brauereien

"Der Konsolidierungsdruck in der Bierbranche steigt", so Hahn. Vor allem der Masse der kleinen und mittleren unter den bundesweit fast 1300 Braustätten stünden schwierige Zeiten bevor. "Übernahmen und Zusammenschlüsse werden zunehmen. Und dabei gibt es eine noch stärkere Konzentration auf die großen Braugruppen." Preissteigerungen wie im vergangenen Jahr hält Hahn derzeit für unwahrscheinlich.

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Quelle: dapd , t-online.de

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