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Brauereien erhöhen Preise für einige Biersorten

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Brauereien erhöhen Preise für einige Biersorten

21.01.2009, 17:52 Uhr | mash

Dieses Glas Bier kostet bald mehr (Foto: imago) Dieses Glas Bier kostet bald mehr (Foto: imago)Der Bierdurst der Bundesbürger könnte in diesem Jahr einen weiteren Dämpfer erhalten: Mitten in der Wirtschaftskrise sollen die Preise für einige der bekanntesten Marken steigen. #

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Fünf Prozent teurer

Die Warsteiner Gruppe erhöht die Preise für ihre Premiummarke beim Fassbier zum 1. Februar nach eigenen Angaben um fünf Prozent. Auch das zweitgrößte Brauunternehmen Deutschlands Inbev will bei Becks, Diebels oder Gilde Teuerungen durchsetzen.

Fassbier bei Radeberger von Erhöhung ausgenommen

Mit der Preisanpassung bei Teilen des Fass- und Flaschenbiersortiments reagiere man auf die stark gestiegenen Rohstoff- und Produktionskosten, sagte ein Inbev-Sprecher. Um wie viel die Preise bei den Marken des belgischen Konzerns steigen, wollte er nicht sagen. Branchenprimus Radeberger (DAB, Berliner Pilsener, Jever, Clausthaler, Schöfferhofer) kündigte an, zum 1. Februar lediglich bei einzelnen Artikeln, bei denen bislang auf Preisanhebungen verzichtet worden sei, nachziehen zu wollen. Fassbier sei von der Preiserhöhung nicht betroffen, sagte Konzern-Sprecherin Birte Kleppien.

"Preiserhöhungen bitter nötig"

Im vergangenen Jahr hatten die gesamte Branche die Bierpreise laut Deutschem Brauer-Bund (DBB) im Schnitt um einen Euro pro Kasten erhöht. Dass es auch in diesem Jahr zu ähnlichen markenübergreifenden Preissteigerungen kommen könnte, glaubt DBB-Hauptgeschäftsführer Peter Hahn allerdings nicht. "Wegen der hohen Energie- und Rohstoffkosten hätte die Branche weitere Preiserhöhungen zwar bitter nötig, doch nur die wenigsten Brauereien werden sich die angesichts der aktuellen Konjunkturkrise leisten können", prognostizierte er.

Etliche Brauereien winken ab

Dafür sei der Wettbewerbsdruck unter den 1300 Brauereien einfach zu groß. In der Tat scheint vielen Unternehmen das Thema Preiserhöhung im Krisenjahr 2009 zu riskant. Veltins, Bitburger, Krombacher oder Oettinger winken in einer AP-Umfrage ab. Zum jetzigen Zeitpunkt seien keine Preiserhöhungen geplant, hieß es einmütig. Bereits seit Jahren leidet die Branche - auch ohne Preissteigerungen - unter dem sinkenden Bierkonsum in Deutschland. Seit 1976 fiel der Pro-Kopf-Verbrauch laut Brauer-Bund von durchschnittlich rund 151 Liter Bier auf inzwischen nur noch gut 110 Liter. Für das Gesamtjahr 2008 ermittelte der DBB einen Absatzrückgang von etwa zwei Prozent.


Umsatzeinbußen in der Gastronomie

In welchem Ausmaß die Preissteigerungen von Inbev oder Warsteiner letztlich beim Verbraucher ankommen ist noch unklar. Groß-, Einzelhandel und Gastronomie seien in ihrer Preisgestaltung frei, sagte der Inbev-Sprecher. In der Bredouille sind laut Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) die ebenfalls von starken Umsatzeinbußen betroffenen Wirten und Kneipiers: "Wer bei täglichen Hiobsbotschaften aus der Wirtschaft nicht noch mehr Gäste verlieren will, kann die Teuerungen beim Fassbier eigentlich nicht weitergeben", sagt DEHOGA-Sprecherin Stefanie Heckel. Andererseits müsse auch klar sein, dass die Wirte Preissteigerungen nicht allein verdauen könnten.

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Quelle: t-online.de , dapd

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