19.12.2011, 15:32 Uhr | dpa
Wer Krankenschwester oder Hebamme werden will, soll künftig in allen EU-Ländern das Abitur machen. Das sieht ein Reformvorschlag zur Anerkennung von Berufsqualifikationen vor, den die EU-Kommission vorstellte. Als Grund nennt die Kommission die gestiegenen beruflichen Anforderungen. Demnach sollen die Staaten die Zulassungsvoraussetzung für solche Pflegeberufe von zehn auf zwölf Jahre Schulausbildung anheben.
Nach EU-Angaben ist das schon heute in 24 Mitgliedsstaaten der Fall. In Deutschland müssten die Regelungen geändert werden. Das gilt auch für Luxemburg. Auch in Österreich waren bisher zehn Jahre Schulausbildung genug. Dort wird das System derzeit allerdings umgestellt. Dem Vorschlag der EU-Kommission müssen das Europaparlament und der Ministerrat, in dem die 27 EU-Regierungen vertreten sind, zustimmen. Somit könnte die neue Richtlinie frühestens Ende nächsten Jahres beschlossen werden.
Nach Angaben von EU-Diplomaten müssten Krankenschwestern und Hebammen von 2015 an dann länger zur Schule gehen. Rückwirkend gelten die Vorschriften aber nicht: Wer bereits als Krankenschwester oder Hebamme arbeitet, muss das Abitur nicht nachholen. Niemand müsse daher fürchten, wegen mangelnder Bildung den Job zu verlieren. Altenpfleger sind von den Plänen nicht betroffen.
Nach Informationen aus EU-Kreisen wechseln deutsche Krankenschwestern derzeit hauptsächlich nach Luxemburg und Österreich - also in EU-Länder mit ähnlichen Zulassungsvoraussetzungen. Die geplanten Reformen sollen für mehr Mobilität sorgen.
Die Pläne der Kommission sehen auch einen freiwilligen europäischen Berufsausweis vor. Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine Karte, sondern um ein elektronisches Zertifikat. Daten über Arbeitnehmer sollen damit schneller ausgetauscht werden. EU-Kreisen zufolge könnten so für viele Berufe die Anerkennungszeiten im Ausland halbiert werden.
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Quelle: dpa
Hans schrieb:
am 17. Januar 2012 um 19:23:26
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Abitur für Krankenschwestern
Welche/Welcher Abiturientin/Abiturient hat Interesse in einen unterbezahlten,
unzähligen Überstunden,
schichtbetrieb, und stressigen Job im Gesundheitssytem einzusteigen.
Wenn die Bürokraten in Brüssel dies forden, sollten diese mal eine
Woche die Arbeit im Krankhaus oder Altenheim machen.
Wie immer diese Bürokraten, keine Ahnung von der Praxis, aber forden und
die Klappe aufreissen bis zum geht nicht mehr
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Webranth schrieb:
am 21. Dezember 2011 um 20:55:33
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Brüssel
Bevor sie einen qualifizierenden Abschluss vorschreiben, sollte sich diese Laiengruppe erst einmal die die Lehrinhalte einigen und
diese dann verbindlich festlegen.
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Abi schrieb:
am 21. Dezember 2011 um 18:19:04
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Aneeba
Krankenschwester ist kein Beruf sondern eine Berufung - Mitgefühl, Herzlichkeit
Natürlich braucht man eine solide Vor-und
Grundausbildung, aber hat man
die nur mit Abitur. Ein Unsinn von Bürokraten
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