
01.09.2011, 14:13 Uhr | Financial Times Deutschland
Nicht immer ist bei einer Panne im Job die passende Papiertüte zur Hand (Quelle: imago)
Wenn die Kollegen lachen, weil Sie in Hausschuhen zur Arbeit gegangen sind, dann ist es zu spät. Und die Tücken der Kleidung sind nicht die einzigen, die peinlich werden können. Eine Studie zeigt, was alles passieren kann - und wie man sich schützt.
Das Hemd ist falsch zugeknöpft, die Haare stehen zu Berge und die Zahnpasta klebt auf dem Jackenärmel - ohne dass man es bemerkt. Was unter Freunden mit Lachen und Spott quittiert wird, kann am Arbeitsplatz echt unangenehm werden. Egal, ob die übliche Hektik am Morgen oder die Aufregung vor einem wichtigen Meeting der Grund dafür ist, das Image leidet unter solchen Vorfällen.
Bevor die Peinlichkeit jedoch zum Trauma wird: So etwas kann jedem passieren! Und eine Studie des Personaldienstleisters OfficeTeam bringt deutlich Schlimmeres an den Tag. Rund 1300 Manager aus den USA und Kanada gaben darin ihre peinlichsten Momente im Berufsleben preis.
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Vor allem die Tücken der Garderobe brachten die Befragten in Bedrängnis: So erzählte ein Referent, wie er vor großem Publikum mit offenem Hosenschlitz einen Vortrag gehalten hatte. Ein anderer konnte sein versehentlich auf links gedrehtes T-Shirt nicht besonders glaubwürdig als modischen Trend verkaufen. Ein dritter berichtete, erst im Büro sei ihm aufgefallen, dass er zwei verschiedene Schuhe anhatte.
Aber auch andere Beispiele aus der Studie zeigen, wie schnell eine berufliche Situation peinlich werden kann: Lachanfälle in Meetings; Lästereien über den Chef, während dieser direkt dahinter steht; persönliche Mails, die den falschen Adressaten erreichen; Jobzusagen, die dem falschen Bewerber zugeschickt werden.
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Sven Hennige, Managing Director bei OfficeTeam beruhigt jedoch: "Dass wir uns in diesen Situationen schämen, ist verständlich. Tröstlich ist vielleicht, dass vielen solch ein Moment schon einmal im Job passiert ist." Der Fachmann rät: "Am besten ist es, die Sache mit Humor zu tragen, sich selber nicht so ernst zu nehmen und zur Tagesordnung überzugehen. Peinliche Ausrutscher zeigen, dass der Kollege auch nur ein Mensch ist. Das ist sympathisch."
Bei kleineren Kleidungspannen lohnt es sich übrigens, Assistentinnen, Sekretärinnen oder hilfreichen Kollegen um Hilfe zu fragen. Einer Umfrage des Spezialdienstleisters Secretary Plus sind allein drei Viertel aller Sekretärinnen quasi für alle Eventualitäten gerüstet. In ihren Schreibtischschubladen finden sich neben Büroklammern, Locher und Co. auch Fusselroller, Nähzeug sowie Anti-Fleckenmittel. Und für die ganz nette Kollegin auch eine Ersatz-Strumpfhose, damit der erfolgreichen Präsentation im Vorstand nichts im Wege steht.
Wo sich die peinliche Situation nicht einfach vertuschen lässt, raten die OfficeTeam-Experten zu vier einfachen Schritten:
- Ruhig bleiben: durchatmen und einfach weiter machen
- Dazu stehen: das Missgeschick witzig kommentieren und zur Tagesordnung übergehen
- Sich entschuldigen: wo nötig, persönlich Betroffene um Entschuldigung bitten
- Weiter arbeiten: nicht lange drüber sprechen, sondern besser mit Fachwissen glänzen
Ansonsten lässt sich Trost im Internet finden. Dort berichten unzählige Menschen über viele Peinlichkeiten am Arbeitsplatz:
- ein Mann bohrte in der Nase, weil er sich allein im Büro wähnte. Nur im Haus gegenüber wurde noch gearbeitet. Der Mann fand sein Foto in einem sozialen Netzwerk wieder.
- Ein Jobbewerber ging am Morgen sehr verschlafen ans Telefon. Verärgert über die Störung hörte er nicht genau zu, als der Anrufer sich meldete. Ebenso verneinte er die Frage, ob er noch Interesse habe. Leider war das ein potenzieller Arbeitgeber, der eine Stelle zusagen wollte - Jobchance entgangen.
- Ein Redner präsentierte über sein Laptop und einen Beamer eine Grafik an einer Wand des Konferenzraumes. Nach einigen Minuten war dort allerdings sein Bildschirmschoner mit einigen sehr freizügigen Damen sehen.
- Zwei Kollegen versuchten, ihre Liebesbeziehung im Büro geheim zu halten. Ein Schäferstündchen in der Tiefgarage, bei dem sie erwischt wurden, trug dagegen nicht dazu bei. Entgangen waren den beiden zudem die Überwachungskameras.
- Eine CNN-Moderatorin vergaß, nach ihrer Show das Mikrofon auszuschalten und ging auf die Toilette, wo sie auch noch über ihre Schwägerin ablästerte. Der Sender entschuldigte dies mit "Tonproblemen".
- Der ehemalige Weltbankchef Paul Wolfowitz musste in einer Moschee seine Schuhe ausziehen. Der Herr über Milliarden hatte Löcher in den Socken.
Die Liste lässt sich beliebig verlängern. Wer niemals darauf landen will, sollte sich möglichst umfassend auf seine Aufgaben vorbereiten, Fettnäpfchen frühzeitig ausmachen und umgehen sowie sich weder verbal noch äußerlich gehen lassen. Und falls doch etwas schief geht: Nehmen Sie der Situation den Ernst, indem Sie als Erster darüber lachen!
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Quelle: Financial Times Deutschland
Boxershort schrieb:
am 4. September 2011 um 19:57:30
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Peinlich
Am besten geht es, wenn man selbst die Peinlichkeit nicht bemerkt und das Umfeld keine erkennbare Reaktion zeigt.
Ich selbst war mal
beim Zahnarzt auf dem Stuhl und habe erst zuhause bemerkt, daß mein Hosenladen offengestanden ist.Ich hatte aber eine saubere Unterhose an ud niemals wurde darüber gesprochen ( Gott sei dank )
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Unsichtbarer schrieb:
am 3. September 2011 um 20:16:30
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was ist
eigentlich peinlicher; der, dem das Malheur passiert, oder der, der sich darüber amüsiert?
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Meier zwo schrieb:
am 3. September 2011 um 19:54:27
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Hosenstall
Gefällt Ihnen meine Hose? Offengestanden ja!
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