16.11.2010, 09:48 Uhr | t-online.de/business
Drucker defekt, Wartezeit am Kopierer, das alles kostet Arbeitszeit. (Foto: Imago) (Quelle: imago)
Wie lange arbeiten wir tatsächlich? E-Mail-Flut, Papierstau im Kopierer, Druckerpatrone leer, lange Schlange an der Kaffeemaschine und uneffektive Meetings: Damit verschwenden Büroangestellte wertvolle Zeit am Arbeitsplatz. Mehr als 100 Stunden pro Jahr und Mitarbeiter kommen da zusammen, ergab eine Umfrage. Wir nennen die größten Arbeitszeitfresser.
Die Liste der Ablenkungen, Pannen und Störfaktoren im Job ist lang. Allein die Lösung von Hardware-Problemen kostet fast zwei Stunden pro Woche. Ein Drittel der Büroangestellten verbringt zwischen 30 und 120 Minuten pro Woche damit, zum Beispiel Papierstaus, Kartuschenwechsel und Fehlfunktionen beim Scannen zu lösen. Auf das Jahr hochgerechnet verschwendet jeder damit mehr als 104 Stunden kostbare Arbeitszeit. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine nicht repräsentative Studie der Panasonic Imaging Group.
Mehr als 30 Prozent der Befragten gaben Schwierigkeiten mit der Hardware als größtes Ärgernis an ihrem Büroarbeitsplatz an. Lediglich E-Mail- und Internet-Ausfälle werden als noch ärgerlicher bewertet. Aber das ist ja noch längst nicht alles, was uns vom produktiven Arbeiten abhält. Manchmal sind die Ablenkungen ja auch nett, wie das gemeinsame Geburtstagskuchen-Essen oder der Besuch einer Kollegin mit neugeborenem Baby.
Nicht immer hat man es in der Hand: Gerade in Großraumbüros lauern viele Zeitfresser: Hier ein Plausch, da eine Besprechung, dort ein kaputter Drucker. Wer seinen Tag gut strukturiert, zeitlichen Spielraum einplant, der kann bei einem Hardware-Problem einfach zum nächsten Tagesordnungspunkt springen. Wer Aufgaben bündelt, kann sich beispielsweise für ruhige Gespräche und Telefonate die stilleren Zeiten im Büro oder einen anderen Raum suchen. Abends den nächsten Tag planen, die benötigte Zeit kalkulieren und zur Belohnung die erledigten Aufgaben auf der To-Do-Liste abhaken, das hebt die Motivation und vermeidet Stress.
"Nur durch effektives Zeitmanagement können Sie Ihre täglichen Aufgaben und Aktivitäten bewältigen, ohne sich ständig überfordert und unter Druck zu fühlen. Sie werden weiterkommen und dennoch persönliche Zufriedenheit finden", das schreibt Lothar Seiwert, der als ein Guru des Zeitmanagements gilt, auf seiner Homepage. Einer seiner Tipps ist, die "Zeitdiebe" zu finden und diese Störfaktoren auszuschalten. Dadurch gewinne man mehr Überblick, behalte die Ziele im Auge und schaffe sich Freiräume.
t-online.de/business
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