29.10.2010, 11:00 Uhr | dpa-tmn, dpa, t-online.de/business
Büromöbel: Trends der Zukunft. (Foto: dpa)
Die Büros der Zukunft könnten ziemlich abgefahren aussehen - zumindest, wenn es nach den Ideen der Möbeldesigner geht. Da gibt es Telefonzellen im Großraumbüro für private Gespräche und futuristisch anmutende Lounge-Bereiche für Meetings und Besprechungen. Auch kleine Marktplätze ähnlich den italienischen "Piazzen" sollen im Großraumbüro Platz finden. Wir zeigen Ihnen in unserer Foto-Show die ungewöhnlichsten Neuheiten von der Büromöbelmesse "Orgatec 2010".
Ein Großraumbüro ist in der Regel schlecht für die Privatsphäre. Damit Mitarbeiter trotzdem ab und zu ungestört sind, greifen Designer jetzt zum Prinzip der guten alten Telefonzelle: In das eigenständige bunte Möbelstück kann man sich zurückziehen, um ungestört zu telefonieren - und ohne die Kollegen damit zu belästigen. Angesichts der architektonischen Weite eines Großraumbüros tritt offensichtlich wieder das Bedürfnis zutage, sich für ein paar Momente zurückziehen zu können.
Generell setzt die Branche auf ergonomisch geformte Möbel, raffiniert eingebaute Medientechnik in Konferenztischen und auf Entspannungs- und Kreativzonen für die Mitarbeiter. So wird auch das Mobiliar für den berühmten 15-Minuten-Powerschlaf permanent überarbeitet und variiert. Designer entwickeln beispielsweise Liegemöbel, deren Kopfteil komplett abgeschottet wird, um möglichst effizient zu schlafen.
Ein weiteres Objekt für den Großraum sind zellenartige Strukturen, die mit einem Sofa und einem kleinen Arbeitsplatz möbliert sind und frei im Raum positioniert werden können. Eine Alternative ist eine Art Besprechungszelle, so gut wie schalldicht und meist uneinsehbar. Ganz anders dagegen eine "Piazza" - wie der gleichnamige Markplatz eines italienischen Städtchens. Sie bietet mitten im Büro lebendige Abwechslung inmitten streng organisierter Arbeitsplätze.
Als "absolute Weltneuheit" stellt ein schwedisch-deutsches Unternehmen einen Tisch vor, der Lärm schlucken kann. "Unsere Schall absorbierende Oberfläche dämpft die Geräusche um bis zu 50 Prozent", sagt Jörg Pannekoike von der Kinnarps Samas GmbH. Wichtig fürs Wohlfühlen und die Wohnlichkeit ist nach Einschätzung vieler Anbieter zudem, dass Kabel und Technik komplett in Sideboards oder Tischen verschwinden. Und dass schnell reiner Tisch gemacht werden kann - etwa mit Hilfe von verschließbaren Klappen in der Tischplatte. Darin werden dann Notebook und Dokumente sicher versenkt.
dpa-tmn, dpa, t-online.de/business
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