16.07.2009, 09:17 Uhr | t-online.de/business
Nur gucken, nicht anfassen. (Foto: Imago)
Es könnte im Job so schön sein, wenn sie nicht wären: die lieben Kollegen, die mit pseudo-witzigen Wortspielen die Nerven des Teams kräftig strapazieren. Wir haben eine Auswahl der nervigsten Bürosprüche für Sie gesammelt - und auch die, die t-online.de-Lesern gehörig auf den Keks gehen.
Nervsprüche im Büro - davon können auch die t-online.de-User ein Lied singen - und haben uns Sprüche genannt, die ihnen übel aufstoßen. Zum Beispiel die Floskel "mit feuchten Füßen" statt "mit freundlichen Grüßen". An die Grenze zur Unappetitlichkeit stößt das Wortspiel "Scheißebereibung", das Bürokomiker mit Vorliebe statt "Reisebeschreibung" anbringen, meint unsere Leser. Daumen runter auch für "ausgebrochen gut" statt "ausgesprochen gut". Unfair gegenüber Menschen mit einer Schilddrüsenerkrankung findet ein User den Ausspruch "Ich krieg ja so einen Hals!".
Manche Sprüche und ihre Verbreiter sind wirklich kaum auszuhalten. Doch leider müssen die Anwesenden auch solche Kollegen ertragen, die morgens mit „Hallöchen Popöchen“ ins Büro einziehen und in jeder Situation mehr oder weniger witzige Sprüche klopfen bis sie sich mit „Tschö mit Ö“ oder „Schicht im Schacht“ in den Feierabend verabschieden? Das kann – vor allem bei der hundertsten Wiederholung - so nerven, dass die Zuhörer einfach nur noch schreiend weglaufen möchten.
Einige Klassiker, die ungefähr seit den 1970er-Jahren im Umlauf sein müssen, halten sich unerschütterlich bis heute. Firmen-Spaßvögel gratulieren etwa Kollegen unbeirrbar mit „Herzlichen Glühstrumpf“ zum Geburtstag – auch wenn Geburtstagskind sowie alle Umstehenden verzweifelt die Augen verdrehen. Das tut die Bürogemeinschaft auch, wenn Meier in einer Präsentation mal wieder ein Beispiel mit „zum Bleistift“ anführt.
So mancher Mitarbeiter setzt seinen ganzen Ehrgeiz daran, in unbeschwerter Spaßmanier jede seiner Regungen anzukündigen - sogar den Gang zur Toilette. Tut er das mit „Ich muss mal für kleine Königstiger“, ist der Umzug in ein anderes Zimmer wohl die einzige überlegenswerte Option. Dann doch lieber den "Boxenstopp“ nach der Kaffeepause.
Geübte Sprücheklopfer greifen auch gern starke Sätze von A- und B-Prominenz auf. „Zack die Bohne“ war zum Beispiel der Schlachtruf des Möchtegern-Models Gina-Lisa in Heidi Klums TV-Show „Germany’s next Topmodel“. Jetzt hallt Gina-Lisas „Vorwärts“-Motto auch durch deutsche Büroflure. Und wenn der Kollege Sie mit „Quäl dich, du Sau!“ anspornt, dürfen Sie sich auch nicht wundern. Mit dem Satz hat Radprofi Udo Bölts 1997 seinen damaligen Mannschaftskapitän Jan Ullrich zum Tour-de-France-Sieg getrieben.
Ein Tipp für alle, die sich einen „flotten“ Spruch gar nicht verkneifen können: zumindest abwägen, ob man damit einer Person aus dem Publikum gehörig auf die Füße tritt. Geschäftspartnern aus Israel etwa sollte die Begrüßung „Shalömchen“ erspart werden. Und mit der Empfangsformel „Alles Roger in Kambodscha?“ stellen Sie den Humor von Kunden aus Südostasien garantiert auch auf eine zu große Belastungsprobe. „In diesem Sinne: Ab in die Rinne“. Was immer das heißen mag.
t-online.de/business
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